07 June 2026, 14:01

Schlaganfallversorgung bleibt in Solingen – doch die Herausforderungen sind gewaltig

Stroke Unit: SPD bezeichnet Kritik von Kplus Gruppe als 'peinlich und nervig'

Schlaganfallversorgung bleibt in Solingen – doch die Herausforderungen sind gewaltig

Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden wurden von der Kplus Gruppe fallen gelassen. Die Entscheidung wurde von der SPD-Fraktion als Erfolg für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann begrüßt. Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz bezeichnete dies als „positiven Fortschritt für Solingen“, warnte jedoch vor großen Herausforderungen in der Zukunft.

Die Kplus Gruppe hatte vorgeschlagen, die Stroke Unit nach der Schließung des St.-Lukas-Krankenhauses nach Hilden zu verlegen. Preuß-Buchholz lehnte diesen Plan als „unangemessen für eine Stadt von Solingens Größe“ ab. Sie betonte, dass das städtische Krankenhaus bereits hohe Standards in Diagnostik und Behandlung erfülle und eine Verlegung daher unnötig sei.

Die SPD-Politikerin kritisierte zudem die Reaktion der Kplus-Geschäftsführung auf die Entscheidung als „peinlich und empörend“. Gleichzeitig wies sie auf die nun anstehende Mammutaufgabe hin: der Bau einer neuen neurologischen Abteilung inklusive Stroke Unit – und das in Rekordzeit.

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Preuß-Buchholz machte deutlich, dass die Schuld für die Situation nicht allein beim Krankenhaus, dem Oberbürgermeister oder lokalen politischen Gruppen liege. Stattdessen forderte sie konkrete finanzielle Zusagen von der Landesregierung, um die millionenschweren Investitionen im Gesundheitsbereich zu stemmen. Zudem hinterfragte sie das Fehlen des CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Haug, der sich ihrer Meinung nach bei Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann für die Belange Solingens einsetzen sollte.

Die Stroke Unit bleibt zwar in Solingen, doch das Krankenhaus steht nun vor der Aufgabe, kurzfristig eine neue neurologische Einrichtung aufzubauen. Entscheidend dafür wird die Landesförderung sein. Preuß-Buchholz hat klar gemacht: Die lokalen Verantwortlichen erwarten schnelle Unterstützung von höherer Stelle.

Quelle