16 March 2026, 00:02

Skyr-Knappheit in Supermärkten: Warum das Trendprodukt plötzlich fehlt

Leere Supermarktregale in einer Reihe ohne Lebensmittel, die den Boden zeigen.

Skyr-Knappheit in Supermärkten: Warum das Trendprodukt plötzlich fehlt

Skyr ist zu einem der gefragtesten Milchprodukte Deutschlands geworden – mit einem Umsatzplus von über 30 Prozent im vergangenen Jahr. Die plötzliche Nachfragespitze hat die Supermarktregale geleert und sorgt bei Kund:innen für Frust, während der Handel kaum nachkommt. Sowohl Social-Media-Trends als auch ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein haben zur Knappheit beigetragen.

Die Beliebtheit von Skyr ist in den letzten Monaten explodiert. Laut Daten des Marktforschungsunternehmens NIQ stiegen die Verkäufe im Jahr bis Februar 2025 um 30,2 Prozent. Bis Februar 2026 kletterte die Zahl weiter – auf ein Plus von 43,1 Prozent. Trends wie der Skyr-Lotus-Käsekuchen oder Skyr-Energydrink-Mischungen, die auf Plattformen wie TikTok viral gehen, haben die Nachfrage zusätzlich angeheizt.

Große Supermarktkette wie Rewe, Edeka, Kaufland, Lidl und Aldi Nord verzeichnen alle einen deutlichen Anstieg des Kundeninteresses. Rewe bestätigte, dass lokale Engpässe voraussichtlich noch über Ostern hinaus anhalten werden. Auch andere Händler kämpfen mit ähnlichen Problemen: Die Lagerbestände schwanken stark, da die unerwartet hohe Nachfrage die Lieferketten überlastet.

Arla, einer der größten Skyr-Hersteller, produziert mittlerweile an der Kapazitätsgrenze, um die Versorgung zu stabilisieren. Das Unternehmen prüft zudem Möglichkeiten, die Produktion auszuweiten – doch es gibt Hürden. Knappe Rohstoffe und Verpackungsmaterialien sowie begrenzte Produktionsflächen erschweren es, die Nachfrage zu decken.

Während Verbraucher:innen vergeblich nach Skyr suchen, äußern einige Unmut über den Einfluss sozialer Medien auf ihr Kaufverhalten. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt als Alternative mageren Quark für alle, die das Produkt nicht finden.

Die Skyr-Knappheit zeigt, wie schnell Ernährungstrends Lieferketten durcheinanderbringen können. Während Arla daran arbeitet, die Produktion hochzufahren, könnten Verbraucher:innen vorerst auf Ersatzprodukte ausweichen. Der Handel erwartet eine schrittweise Entspannung der Lage – doch bis zur vollständigen Normalisierung könnte es noch Wochen dauern.

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