Solingen ehrt Holocaust-Opfer mit Film über Fritz Bauers juristisches Vermächtnis
Niklas SchmitzSolingen ehrt Holocaust-Opfer mit Film über Fritz Bauers juristisches Vermächtnis
Deutschland gedenkt am 27. Januar jährlich des Holocaust-Gedenktags. In Solingen ehren die Evangelische Kirche und das Max-Leven-Zentrum die Opfer am Montag, dem 30. Januar 2023, mit einer besonderen Veranstaltung im Kulturzentrum Cobra.
Um 19:00 Uhr wird der Dokumentarfilm „Fritz Bauers Erbe: Gerechtigkeit verjährt nicht“ gezeigt. Der Film beleuchtet die Aufarbeitung von NS-Verbrechen – von der Nachkriegszeit bis heute.
Fritz Bauer, Frankfurter Generalstaatsanwalt, schrieb 1963 Rechtsgeschichte: Als Erster klagte er Verwaltungs- und Institutionenvertreter als Gehilfen des Mordes vor einem deutschen Gericht an. Die Dokumentation zeigt, wie seine Methoden die deutsche Rechtsprechung prägten – bis hin zu aktuellen Prozessen.
Im Anschluss folgt eine Podiumsdiskussion über die juristische Aufarbeitung von Verbrechen in Solingen. Die Veranstaltung wird vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wird. Der Film startet im Februar bundesweit in ausgewählten Kinos – diese Vorführung dient als Preview.
Der Abend steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Holocaust und der fortwährenden Auseinandersetzung mit Gerechtigkeit. Dokumentation und Diskussion unterstreichen Fritz Bauers bleibenden Einfluss auf Deutschlands Umgang mit historischen Verbrechen. Gleichzeitig bildet die Preview den Auftakt für den Kinostart im nächsten Monat.
