04 April 2026, 16:03

Solingen gibt Klinik-Inventar ein zweites Leben – bevor der Abriss kommt

Großes Gebäude mit Stapeln von Schrottmetall, einem Verkehrskegel und einem blauen Container davor, das unter Abriss mit Pflanzen, Polen und Himmel im Hintergrund umgebaut wird.

Solingen gibt Klinik-Inventar ein zweites Leben – bevor der Abriss kommt

Haus G des Klinikums Solingen wird abgerissen – doch zuvor bekommt sein Inventar ein zweites Leben. Am 10. und 11. Oktober 2025 öffnet das Gebäude ein letztes Mal seine Türen für Anwohner, die sich noch brauchbare Möbel, Geräte und Ausstattungsgegenstände kostenlos mitnehmen können. Freiwillige Spenden kommen dem Förderverein des Klinikums zugute. Die Aktion ist Teil des Projekts "Mitnahme-Krankenhaus", das zeigen soll, wie Kreislaufwirtschaft auch im Bausektor funktionieren kann.

Die Veranstaltung findet im Klinikum Solingen, Haus G, Eingang U1, Gotenstraße 1, statt. Besucher können sich unter anderem Küchenmodule, Elektrogeräte und Möbel sichern. Die Organisatoren hoffen, dass das Projekt die Wiederverwendung fördert und Abfall reduziert, bevor der Abriss beginnt.

Der Abriss selbst wird nach strengen Nachhaltigkeitsrichtlinien erfolgen. Eines der beteiligten Unternehmen hat sich verpflichtet, den DGNB-Gold-Standard für nachhaltiges Bauen zu erreichen. Zwar gibt es keine offiziellen Zahlen zu den CO₂-Einsparungen ähnlicher "Mitnahme"-Projekte in Schalksmühle und Grefrath, doch frühere Initiativen hätten laut Angaben erhebliche Ressourcen gespart.

Dr. Maximilian Hoor, Projektkoordinator bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Solingen (SEG), leitet die Aktion. Er betont, dass es nicht nur um Recycling gehe, sondern darum, zu beweisen, dass Kreislaufwirtschaft auch in großem Maßstab im Baugewerbe funktionieren kann. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des Programms FAB.Region Bergisches Städtedreieck, das innovative regionale Entwicklungen unterstützt.

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Die zweitägige Aktion bietet eine letzte Gelegenheit, verwertbare Materialien zu retten, bevor Haus G abgerissen wird. Durch die Förderung von Wiederverwendung und nachhaltigem Rückbau setzt das Projekt ein Zeichen für zukünftige Bauvorhaben. Die gesammelten Spenden fließen direkt in den Förderverein des Klinikums und sorgen so dafür, dass das Erbe des Gebäudes in anderer Form weiterlebt.

Quelle