Solingen kämpft gegen wachsende Armut – über 30.000 Betroffene in der Krise
Matteo BöhmSolingen kämpft gegen wachsende Armut – über 30.000 Betroffene in der Krise
Armutskonferenz in Solingen: Stadt steht vor wachsender sozialer Krise
Bei einer kürzlichen Veranstaltung in Solingen rückte die zunehmende Armut in der Stadt in den Fokus. Die Solinger Armutskonferenz (SAK) stellte am Dienstagabend vor örtlichen Service-Clubs ihre Arbeit vor – mit erschreckenden Zahlen und persönlichen Schicksalen. Über 30.000 Einwohner leben in Armut, darunter mehr als 2.200 Senioren und 820 Kleinkinder. Die Veranstaltung machte deutlich: Es braucht mehr gemeinschaftliches Engagement.
Das SAK-Team, zu dem Heike Auer, Horst Koss und Uli Preuss gehören, veranschaulichte anhand von Einzelschicksalen, wie sich Armut im Alltag von Kindern und älteren Menschen in Solingen auswirkt. Die Initiative organisiert jährlich ein Fachforum zum Thema Armut und hält über 13 ehrenamtliche Helfer direkten Kontakt zu Betroffenen.
Den Abschluss des Abends bildete die Vorstellung eines 14-seitigen Verzeichnisses mit vertrauenswürdigen lokalen Hilfsangeboten. Kiwanis-Präsident Hartmut Hoferichter erhielt als Erster ein Exemplar – ein Schritt zu besseren Unterstützungsnetzwerken. Derweil setzt Kiwanis Solingen eigene Projekte fort, etwa die jährliche Schulranzen-Aktion und die neue Kampagne „Geschenk der Wärme“.
Für die Zukunft plant die SAK eine Ausweitung ihrer Aktivitäten: Im Frühjahr geht eine eigene Website online, 2024 folgt eine Wanderausstellung, um das Thema Armut in der Stadt sichtbarer zu machen.
Die Veranstaltung unterstrich das Ausmaß der Armut in Solingen, von der tausende Menschen täglich betroffen sind. Mit neuen Instrumenten wie dem Hilfsverzeichnis und geplanten Öffentlichkeitskampagnen wollen lokale Initiativen die Unterstützung für benachteiligte Bürger stärken. Die laufende Arbeit der SAK und die Zusammenarbeit mit Clubs wie Kiwanis zeigen: Es gibt einen koordinierten Vorstoß für Veränderung.






