Solingen kämpft um Ittertal: Insolvenz und Sanierung gefährden Freizeitzentrum und Arbeitsplätze
Nina LehmannSolingen kämpft um Ittertal: Insolvenz und Sanierung gefährden Freizeitzentrum und Arbeitsplätze
Solingen steht vor finanziellen Herausforderungen, die wichtige kommunale Einrichtungen bedrohen – darunter das Freizeitzentrum Ittertal. Die Insolvenz eines lokalen gemeinnützigen Trägers verschärft die Lage, während Stadtverantwortliche und Politiker nach Lösungen suchen, um Arbeitsplätze und öffentliche Angebote zu sichern.
Die Neue Arbeit Ittertal gGmbH, die Menschen mit eingeschränkten Berufsaussichten in den Arbeitsmarkt vermittelt, hat Insolvenz angemeldet. Dies trifft die Stadt Solingen in einer Phase ohnehin angespannter Haushaltslage und wirft Fragen zur Zukunft des sozialen Arbeitsmarktes auf.
Gleichzeitig bedarf das Freizeitzentrum Ittertal – mit seinem Freibad und der Eisbahn – dringend einer Lösung. Zwar sind für die Sanierung des Bades bereits 6 Millionen Euro an Bundesfördergeldern bewilligt, doch die langfristige Finanzierung bleibt ungewiss. Ernst Lauterjung, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat, betonte, wie wichtig der Erhalt des Standorts für die Bevölkerung sei.
Die SPD will gemeinsam mit dem Förderverein Ittertal und der Stadtverwaltung eine nachhaltige Perspektive erarbeiten. Geplant sind Gespräche über eine Neuausrichtung des gesamten Geländes sowie eine stabile Finanzierung. Parallel dazu setzt sich der Bundestagsabgeordnete Ingo Schäfer in Berlin dafür ein, dass Kürzungen im Bundeshaushalt die sozialen Programme in Solingen nicht zusätzlich belasten.
Die Insolvenz der Neue Arbeit Ittertal gGmbH und die angespannte Haushaltslage Solingens gefährden Arbeitsplätze und öffentliche Dienstleistungen. Zwar steht die Bundesförderung für das Freibad bereits, doch gilt es nun, durch das Zusammenwirken von Stadt, Politik und lokalen Initiativen die Zukunft des gesamten Ittertal-Geländes zu sichern.






