Solingen plant Haushalt 2024 mit 87 Millionen Euro Defizit – ohne Steuererhöhungen
Sebastian KönigSolingen plant Haushalt 2024 mit 87 Millionen Euro Defizit – ohne Steuererhöhungen
Solingens Oberbürgermeister und Stadtkämmerer haben den Entwurf für den Haushalt 2024 vorgestellt. Der Plan sieht Einnahmen in Höhe von 741 Millionen Euro vor, weist aber ein Defizit von 87 Millionen Euro auf. Steuererhöhungen wurden ausgeschlossen, stattdessen wird mehr finanzielle Unterstützung von Land und Bund gefordert.
Oberbürgermeister Tim Kurzbach und Stadtkämmerer Daniel Wieneke präsentierten den Haushaltsentwurf in dieser Woche dem Stadtrat. Sie betonten, wie wichtig kontinuierliche Investitionen in Schulen und Infrastruktur seien – trotz der angespannten Finanzlage. Der Entwurf sieht zudem ein jährliches Sparziel von 13,4 Millionen Euro vor, um das Defizit schrittweise abzubauen.
Aktuell beläuft sich die Haushaltslücke auf 87 Millionen Euro bei Gesamtausgaben von 841 Millionen Euro. Kurzbach forderte Land und Bund auf, kommunale Haushalte stärker zu entlasten. Ohne externe Hilfe strebt die Stadt an, durch konsequentes Sparen bis Ende der 2030er-Jahre einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.
Die endgültige Verabschiedung erfordert die Zustimmung des Stadtrats sowie der Aufsichtsbehörde in Düsseldorf. Die politischen Beratungen laufen bereits, eine Entscheidung wird nach Fraktionsgesprächen im Frühjahr erwartet.
Der Haushalt 2024 verzichtet auf Steuererhöhungen, setzt aber auf strikte Sparmaßnahmen, um das Defizit zu verringern. Bei Annahme wird der Plan die Ausgaben für zentrale Bereiche steuern und gleichzeitig langfristige finanzielle Stabilität anstreben. Nun wartet die Stadt auf Rückmeldungen von Landesaufsicht und lokalen Vertretern.






