Solingen plant neue Fahrradroute – breite Unterstützung für alternative Strecken
Nina LehmannSolingen plant neue Fahrradroute – breite Unterstützung für alternative Strecken
Ein neuer Vorschlag für eine Fahrradroute in Solingen stößt auf breite parteiübergreifende Unterstützung. Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) hat gemeinsam mit CDU und FDP einen gemeinsamen Antrag eingebracht, um zwei alternative Streckenoptionen zu prüfen. Ziel ist es, die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen und gleichzeitig eine breitere öffentliche Akzeptanz für die Verkehrsänderungen in der Stadt zu sichern.
Der Antrag folgt Forderungen nach einem inklusiveren Planungsansatz. Jan-Michael Lange, Vertreter des BfS, argumentierte, dass aktiv an einer Alternative zur aktuellen Route – die über die Kamper Straße, Merscheider Straße und Beethovenstraße führt – gearbeitet werden müsse. Seine Partei betont, dass die Missachtung lokaler Anliegen das Projekt gefährden könnte.
Kritik gab es auch an der Art und Weise, wie Bedenken von Anwohnern und Unternehmen dargestellt wurden. BfS-Mitglieder wiesen die Bezeichnung „Widerstand der PS-starken Fraktion“ als herablassend zurück und warnten davor, berechtigte Sorgen pauschal abzutun. Stattdessen forderten sie eine respektvollere und konstruktivere Debatte.
Michael Bender, Bezirksvertreter des BfS, unterstrich diese Haltung, indem er alle betroffenen Gruppen zu offenen Gesprächen einlud. Er betonte, dass eine faire Entscheidung nur durch das Zuhören verschiedener Standpunkte und das Finden von Kompromissen möglich sei.
Der gemeinsame Antrag geht nun in die nächste Phase mit dem Ziel, Sicherheitsverbesserungen und Bürgerbeteiligung in Einklang zu bringen. Bei einer Zustimmung wären weitere Bürgerbefragungen und detaillierte Streckenanalysen nötig. Das Ergebnis könnte wegweisend für künftige Verkehrsprojekte in Solingen sein.






