Solingen rutscht im Standortranking ab – FDP fordert dringende Reformen
Matteo BöhmSolingen rutscht im Standortranking ab – FDP fordert dringende Reformen
Solingen ist im aktuellen Standortranking von Die Deutsche Wirtschaft um drei Plätze auf Rang 72 abgerutscht. Während die Lebensqualität der Stadt gut abschnitt, hinkt sie in anderen Bereichen hinterher. Die FDP-Fraktion hat nun Maßnahmen vorgeschlagen, um den Abwärtstrend zu stoppen und Fachkräfte anzuziehen.
Im jüngsten Ranking erreichte Solingen für Infrastruktur, Arbeitsmarkt und Verwaltung eine Bewertung von 3,4 von 5 Punkten. Die wirtschaftliche Entwicklung wurde lediglich als „befriedigend“ eingestuft. Die Lebensqualität hingegen schnitt mit einer starken 1,9 von 5 Punkten deutlich besser ab.
Die FDP-Fraktion kritisierte das Fehlen eines Wirtschaftsmasterplans als gravierende Schwäche. Die Stadt müsse Baugenehmigungen beschleunigen und Verwaltungsprozesse digitalisieren, forderte die Fraktion. Zudem wurde der Ausbau familienfreundlicher Infrastruktur angemahnt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Trotz des Rangrückgangs bleibt Solingen ein wichtiger Standort für den Mittelstand. Mit 23 der 10.000 umsatzstärksten mittelständischen Unternehmen Deutschlands belegt die Stadt bundesweit Platz 49. Zudem beherbergt sie drei Weltmarktführer und drei Unternehmen in Zukunftsbranchen.
Die FDP-Vorschläge zielen darauf ab, die hohe Lebensqualität Solingens als Standortvorteil zu nutzen, um Fachkräfte zu gewinnen. Schnellere Genehmigungsverfahren, digitale Reformen und verbesserte Dienstleistungen könnten die wirtschaftliche Position der Stadt stärken. Das Ranking zeigt sowohl Potenziale als auch dringenden Handlungsbedarf auf.






