Solingens Kirchen stehen vor radikaler Umnutzung – SPD greift ein
Sebastian KönigSolingens Kirchen stehen vor radikaler Umnutzung – SPD greift ein
Die Zukunft der Kirchen und Gemeinschaftszentren in Solingen ist für die Bürger der Stadt zu einem zentralen Anliegen geworden. Eine kürzlich vom Evangelischen Kirchenkreis veranstaltete Informationsveranstaltung stieß auf großes öffentliches Interesse und zeigte, wie sehr den Menschen in der Stadt dieses Thema unter den Nägeln brennt. Als Reaktion darauf hat die SPD-Fraktion im Rat Initiativen ergriffen, um Gemeinden zu unterstützen, die vor schwierigen Entscheidungen über ihre Gebäude stehen.
Die SPD-Fraktion hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Zukunft der religiösen und gemeindlichen Räume in Solingen mitgestalten soll. Bei ihrem ersten Treffen waren Vertreter sowohl der evangelischen als auch der katholischen Kirche breit vertreten. Ziel der Gruppe ist es, als Brücke zwischen den Kirchen und der lokalen Politik zu fungieren.
Die Evangelische Kirche in Solingen betreibt derzeit 13 Kirchengebäude und neun Gemeinschaftszentren. Laut den am 11. Februar 2026 vorgestellten Plänen könnte bis 2035 etwa die Hälfte dieser Immobilien umgenutzt werden. Zwar stehen konkrete neue Nutzungen noch nicht fest, doch wurden bereits Fragen zu Baurecht für künftige Umwidmungen sowie mögliche Auswirkungen auf soziale Dienstleistungen und kulturelle Aktivitäten diskutiert.
Die SPD hat dem Stadtrat zentrale Punkte aufgezeigt, darunter die Frage, wie sich die Umnutzung von Kirchengebäuden auf lokale Netzwerke und das kulturelle Leben auswirken könnte. Zudem betont die Partei die Notwendigkeit, planungsrechtliche Rahmenbedingungen für solche Veränderungen anzupassen. Die SPD hat zugesichert, den Prozess eng zu begleiten, da er langfristige Bedeutung für das gemeindliche Leben in Solingen habe.
Angesichts der anstehenden Entscheidungen über fast die Hälfte der Kirchen- und Gemeinschaftsgebäude in Solingen will die SPD-Arbeitsgruppe die Gespräche zwischen Gemeinden und Entscheidungsträgern steuern. Die Ergebnisse werden nicht nur die künftige Nutzung dieser Räume prägen, sondern auch das soziale und kulturelle Gefüge der Stadt in den kommenden Jahren.
Key Churches Secure, Others Face Uncertain Future
New details have emerged about Solingen's church repurposing plans. Four sites are now confirmed for long-term use:
- Stadtkirche Ohligs, Walder Kirche, Gräfrather Kirche, and Dorper Kirche will remain open.
- Merscheid, Widdert, and Ketzberg churches face potential closure.
- Final decisions on Rupelrath and Lutherkirche will be made by 2027. A special synod on 14 March will review these proposals, driven by financial pressures and declining congregations.






