Solingens prägende Pressesprecherin Sabine Rische geht nach 30 Jahren in Ruhestand
Sebastian KönigSolingens prägende Pressesprecherin Sabine Rische geht nach 30 Jahren in Ruhestand
Sabine Rische, eine langjährige prägende Persönlichkeit im Presseamt von Solingen, geht nach drei Jahrzehnten in den Ruhestand – und hinterlässt damit eine Lücke in der Kommunikation der Stadt mit ihren Bürgerinnen und Bürgern. Als vertraute Ansprechpartnerin für Generationen hat sie die öffentliche Informationsarbeit vom klassischen Printzeitalter in die digitale Moderne geführt. Ihr Abschied markiert das Ende einer Ära für die lokale Bürgerbeteiligung und die städtische Entwicklung.
Rische begann ihre Laufbahn im Solinger Öffentlichen Dienst im September 1989, nachdem sie aus ihrer Heimatstadt Krefeld nach Solingen gewechselt war. Über die Jahre wurde sie zu einer zentralen Stimme, die die Bevölkerung über Bauprojekte, Straßensperrungen und Umleitungen auf dem Laufenden hielt. Ihr Aufgabenbereich reichte jedoch weit darüber hinaus: Sie informierte über den Ausbau der Kinderbetreuung und führte die Solinger Freizeitkarte ein – ein Angebot, das bis heute geschätzt wird.
Mit der technologischen Entwicklung passte sie auch ihre Arbeitsweise an. Während sie in den 1990er-Jahren noch auf Zeitungsannoncen, Flyer und Bürgerversammlungen setzte, um Neuigkeiten zu verbreiten, nutzt die Stadt heute Websites, Apps, soziale Medien und interaktive Portale – Veränderungen, die sie maßgeblich mitgestaltet hat. Doch Risches Engagement beschränkte sich nicht auf Kommunikation: Sie entwickelte eine tiefe Leidenschaft für Stadtplanung und wirkte an Projekten wie der Umgestaltung des Stadtteils Ohligs, der Aufwertung der Innenstadt, dem Hochwasserschutz und der Sanierung von Schloss Burg mit.
Auch im Ruhestand wird sie der Stadt verbunden bleiben. Rische plant, die städtische Entwicklungsgesellschaft in kleinerem Rahmen zu unterstützen – etwa bei der Belebung der Innenstadt und dem Antrag zur Aufnahme der Müngstener Brücke in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
Ihre Karriere umfasste den Wandel von Schreibmaschinen und Faxgeräten hin zur digitalen Kommunikation. Drei Jahrzehnte lang sorgte sie dafür, dass die Solingerinnen und Solinger informiert und eingebunden blieben – selbst in Zeiten tiefgreifender Veränderungen. Zwar endet nun ihre hauptamtliche Tätigkeit, doch ihr Einfluss auf die Entwicklung Solingens und die Bürgerkommunikation wird weiterwirken.






