Solinger Kirchen suchen neues Leben als Gemeinschaftsräume und Kulturorte
Niklas SchmitzSolinger Kirchen suchen neues Leben als Gemeinschaftsräume und Kulturorte
Kirchgemeinden in Solingen stehen vor einer neuen Zukunft: Gebäude sollen umgenutzt werden
In Solingen suchen Kirchengemeinden nach Wegen, ihre Gebäude neu zu nutzen – und stehen damit vor einem grundlegenden Wandel. Angesichts zahlreicher Umwidmungspläne protestantischer und katholischer Gruppen hat die SPD nun einen Vorstoß unternommen, um die Unterstützung für solche Projekte zu vereinfachen. Ihr Antrag zielt darauf ab, bürokratische Hürden abzubauen und praktische Leitlinien bereitzustellen.
Der Vorstoß der SPD fällt in eine Zeit, in der die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche kreative Ideen zur Umnutzung ehemaliger Gotteshäuser präsentiert. Die Schau hat eine Debatte darüber angestoßen, wie diese Gebäude künftig als Gemeinschaftsräume dienen können.
Der Antrag der Sozialdemokraten konzentriert sich auf zwei zentrale Maßnahmen: Zum einen soll in der Stadtverwaltung eine eigene Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die als zentrale Anlaufstelle für Gemeinden fungiert – etwa bei rechtlichen oder organisatorischen Fragen. Zum anderen ist die Bildung einer Arbeitsgruppe aus Politikern und Behördenvertretern geplant, die gemeinsame Richtlinien erarbeitet, um die Zusammenarbeit zwischen Rat, Verwaltung und Glaubensgemeinschaften zu erleichtern.
Obwohl die Stadt keine direkten Finanzhilfen leisten kann, betont die SPD die Notwendigkeit praktischer Unterstützung, insbesondere bei Baurecht und Denkmalschutz. Zudem ruft der Antrag alle demokratischen Fraktionen im Rat dazu auf, politische Differenzen beiseitezulegen und sich hinter machbare Lösungen zu stellen.
Wird der Vorschlag angenommen, würde dies den Prozess für Gemeinden vereinfachen, die ihre Gebäude umwidmen möchten. Die Koordinierungsstelle und die Arbeitsgruppe sollen helfen, Bürokratie abzubauen und ausgemusterte Kirchen in lebendige Gemeinschaftsräume zu verwandeln. Mit dem Appell an eine fraktionsübergreifende Unterstützung unterstreicht die SPD ihren Willen, die Herausforderung gemeinsam anzugehen.






