05 June 2026, 15:10

Solinger Stadtrat kritisiert Mängel im neuen Mietspiegel-Entwurf

SPD: Anfrage von Stadtrat Markus Preuss zum aktuellen Mietindex in Klingenstadt

Solinger Stadtrat kritisiert Mängel im neuen Mietspiegel-Entwurf

Markus Preuss, ein fraktionsloser SPD-Stadtrat in Solingen, hat Bedenken gegen den Entwurf des qualifizierten Mietspiegels der Stadt geäußert. In einer offiziellen Anfrage, die er am 9. November eingereicht hat, weist er auf mehrere Probleme bei der Berechnung und Anwendung der Mietwerte hin. Die Fragen kommen vor einer anstehenden Ratssitzung, in der Preuss die Verwaltung auffordert, schnell für Klarheit zu sorgen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Einer der Hauptkritikpunkte von Preuss betrifft die Lärmbelastungsbewertungen im Entwurf. Das Dokument führt konkrete Adressen wie die Beethovenstraße 129 auf, ohne jedoch Lärmminderungsabschläge zu berücksichtigen. Er hat nachgefragt, wann und wie die Lärmmessungen für dieses Objekt durchgeführt wurden, und stellt die Genauigkeit der verwendeten Werte infrage.

Der Mietspiegel vergleicht zudem Mietpreise für Wohnungen unterschiedlicher Größe, berücksichtigt dabei aber nicht die Anzahl der Bewohner. Preuss hinterfragt, ob unter Marktpreis liegende Mieten für Sozialleistungsempfänger in die Berechnungen einbezogen wurden. Darüber hinaus stellt er die Einstufung von Einbauküchen infrage, die im Mietspiegel nicht als teilweise möbliert gelten – eine ungewöhnliche Unterscheidung.

Ein weiterer Streitpunkt ist das Fehlen von Aufschlägen für Immobilien in der Nähe von Grünflächen. So wird etwa die Sandstraße 33, die nahe an Wäldern und Feldern liegt, nicht in eine höhere Kategorie (Kategorie G) eingestuft. Preuss verlangt klare Kriterien, wie weit eine Immobilie von Grünflächen entfernt sein darf, um diese Einstufung zu erhalten.

Schließlich wirft er praktische Fragen zu Modernisierungszuschlägen auf. Vermieter, die in älteren Gebäuden, die bereits die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen, nachträglich Dämmmaßnahmen durchführen, könnten auf unklare Regelungen stoßen. Preuss möchte wissen, wie diese Zuschläge in solchen Fällen berechnet werden sollen.

Die Anfrage setzt die Solinger Wohnungsbehörden unter Druck, den Entwurf vor der Ratssitzung zu überprüfen. Preuss’ Fragen betreffen Lärmbewertungen, Bewohnerzahlen, Grünflächenzuschläge und Modernisierungskosten. Die Verwaltung muss diese Punkte klären, um Transparenz im endgültigen Mietspiegel zu gewährleisten.

Quelle