SPD-Politiker kämpft für Renteneintritt mit 60 für Feuerwehrleute in NRW
Sebastian KönigSPD-Politiker kämpft für Renteneintritt mit 60 für Feuerwehrleute in NRW
Ein SPD-Abgeordneter hat die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen aufgefordert, das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute bei 60 Jahren zu belassen. Ingo Schäfer richtete am Donnerstag einen Brief an zentrale Minister und warnte vor Plänen, die Altersgrenze auf 61 anzuheben. Er begründete dies mit den extremen körperlichen Belastungen des Berufs.
Schäfer forderte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) und Innenminister Herbert Reul (CDU) auf, Städte wie Remscheid, Solingen oder Wuppertal zu besuchen. Dort sollten sie sich selbst ein Bild von den Herausforderungen machen, denen Feuerwehrleute bei Höhenrettungen oder im Notfallmedizinischen Dienst gegenüberstehen.
Er betonte, dass die meisten Feuerwehrleute bereits 35 Jahre oder länger im Dienst seien, wenn sie das 60. Lebensjahr erreichen. Zur Untermauerung seiner Forderung verwies er auf Baden-Württemberg, das kürzlich das Renteneintrittsalter für Feuerwehrleute wieder auf 60 gesenkt habe. Zudem nannte er Rheinland-Pfalz, wo die Altersgrenze für nicht-einsatztätige Feuerwehrleute und Leitstellenmitarbeiter auf 63 reduziert wurde.
Schäfer riet der Regierung, vor einer Entscheidung Überstundenaufzeichnungen und unbesetzte Stellen zu prüfen. In seinem Schreiben machte er deutlich, dass die Risiken und körperlichen Strapazen des Feuerwehrberufs für die Beibehaltung der aktuellen Altersgrenze sprechen.
Die Landesregierung hatte ursprünglich eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 61 vorgeschlagen, doch Schäfers Brief stellt sich gegen diesen Plan. Er besteht darauf, dass die Anforderungen des Berufs die Grenze bei 60 erfordern. Die Debatte liegt nun bei den Verantwortlichen in Nordrhein-Westfalen, die über das weitere Vorgehen entscheiden müssen.






