SPD-Politiker Zimkeit diskutiert mit Schülern über Bildungschancen und Schulfinanzierung in NRW
Sebastian KönigSPD-Politiker Zimkeit diskutiert mit Schülern über Bildungschancen und Schulfinanzierung in NRW
Stefan Zimkeit, SPD-Abgeordneter aus Sterkrade, traf sich kürzlich mit Achtklässlern der Gesamtschule Weierheide im Düsseldorfer Landtag. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Schulfinanzierung, Chancengleichheit und die Herausforderungen, vor denen Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) stehen.
Zimkeit betonte, dass die Bildungspolitik stärker auf faire Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sein müsse. Er kritisierte die gängige Praxis, Schüler nach der besuchten Schulform zu bewerten, und verteidigte Gesamtschulen gegen verbreitete Vorurteile.
Der Politiker forderte zudem eine höhere finanzielle Unterstützung des Landes, um Schulgebäude und -ausstattung zu verbessern. Da er in der Nähe der Gesamtschule Weierheide lebt, verwies er auf den dortigen Platzmangel und argumentierte, dass NRW die Infrastrukturkosten nicht allein der Stadt Oberhausen aufbürden dürfe.
Zimkeit begrüßte zwar aktuelle Bundesförderprogramme wie den DigitalPakt Schule von 2019 und die Startchancen-Initiative, die Milliarden für Digitalisierung und Bildungsgerechtigkeit bereitstellen. Gleichzeitig räumte er ein, dass die strukturelle Unterfinanzierung weiterhin ein Problem bleibe – eine Einschätzung, die auch der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher teilt.
Zur politischen Zusammenarbeit erklärte Zimkeit, er arbeite mit allen demokratischen Parteien zusammen, lehne aber jeden Kontakt zur AfD entschieden ab. Die Partei bezeichnete er als rechtsextrem und verwies dabei auf Einschätzungen des Verfassungsschutzes.
Die Debatte in NRW zeigt weiterhin die Lücken in der Schulfinanzierung auf – trotz gezielter Bundesprogramme. Zimkeits Besuch im Landtag unterstrich den Bedarf an besseren Ressourcen, gerechteren Rahmenbedingungen und stärkerer Landesunterstützung für die Schulen vor Ort.






