01 May 2026, 04:02

Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch die Sorgen bleiben

Plakat für den American Rescue Plan, das Text zeigt, der besagt, dass es die Kinderarmut in der Hälfte reduzieren würde, und ein Bild einer vielfältigen Gruppe von Menschen.

Stadtrat verabschiedet Haushalt 2026 einstimmig – doch die Sorgen bleiben

Der Stadtrat hat den Haushalt 2026 in einer zügigen Sitzung von weniger als zwei Stunden Dauer verabschiedet. Alle Fraktionen hielten sich an eine strenge Redezeitbegrenzung von fünf Minuten, wodurch das Verfahren schneller als üblich voranschritt. Trotz einstimmiger Zustimmung bleiben jedoch Bedenken hinsichtlich der finanziellen Lage der Stadt und der Auswirkungen auf die Familien bestehen.

Der Haushaltsentwurf wies ein Defizit von 25 Millionen Euro auf, was die Stadt gezwungen hat, stärker auf Liquiditätskredite zurückzugreifen. Die Fraktion der Grünen unterstützte den Plan, betonte jedoch dringend die Notwendigkeit von Korrekturmaßnahmen. Unterdessen brachte die SPD konkrete Sparvorschläge ein, die sich auf nicht essenzielle Ausgaben und freiwillige Leistungen konzentrierten.

Eltern in Willich reagierten verärgert auf die geplanten Erhöhungen der Kinderbetreuungsgebühren, insbesondere auf die jährliche Anpassung der Kosten. Der Jugendhilfeausschuss lehnte sowohl die Geschwisterkindgebühren als auch die höhere Anpassungsrate für die Kita-Beiträge ab. Letztlich beschloss der Rat jedoch, die ermäßigten Geschwisterkindgebühren in den Kindergärten beizubehalten, während die jährliche Gebührenanpassung in Kitas von zwei auf drei Prozent angehoben wurde.

Die SPD begrüßte die Einführung des Bauturbos, um den Bau von bezahlbarem Wohnraum zu beschleunigen. Gleichzeitig kritisierte sie die Streichung des Zuschusses für das Deutschlandticket für anspruchsberechtigte Studierende. Obwohl der Haushalt ohne Gegenstimmen angenommen wurde, bestand die SPD auf Konsolidierungsmaßnahmen, die Haushalte nicht zusätzlich belasten.

Der Haushalt tritt nach der einstimmigen Verabschiedung im Juli in Kraft. Zwar gab es Anpassungen in der Wohnungs- und Kinderbetreuungspolitik, doch die finanziellen Herausforderungen der Stadt bleiben ungelöst. Nun liegt der Fokus auf der Umsetzung von Sparmaßnahmen und der Bewältigung der wachsenden Abhängigkeit von Krediten.

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