"Stella": Bundesdruckerei präsentiert revolutionären Geldschein im Kreditkartenformat
Niklas Schmitz"Stella": Bundesdruckerei präsentiert revolutionären Geldschein im Kreditkartenformat
Die Bundesdruckerei hat einen neuen Konzept-Geldschein namens Stella vorgestellt. Das Design wurde auf der Banknotenkonferenz in Washington präsentiert und ist nun für einen bedeutenden Branchenpreis nominiert.
Der Stella-Geldschein ist Teil einer Initiative, Bargeld im digitalen Zeitalter neu zu denken. Das Bundesamt für Druckwesen erprobt Möglichkeiten, Banknoten kleiner, nachhaltiger und einfacher herzustellen. Die Note wird auf einem Polymer aus nachwachsenden Rohstoffen – nicht auf fossilen Brennstoffen – gedruckt. Dadurch erhöht sich ihre Haltbarkeit, und die Umweltbelastung sinkt.
Zudem will die Bundesdruckerei durch die Verkleinerung von Stella auf Kreditkartenformat den Materialverbrauch, die Produktionszeit und den Energieaufwand reduzieren. Elisabeth Limbacher, Leiterin des Bereichs Sicherheitdruck, betont, dass Bargeld auch künftig eine wichtige Rolle spielen werde.
Das Stella-Konzept ist für den Excellence in Currency Award 2026 in der Kategorie „Beste neue Hausnote“ nominiert worden. Die International Association of Currency Affairs (IACA) hat es auf die Shortlist gesetzt.
In Deutschland geht der Bargeldgebrauch bereits zurück: Nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Einzelhandelszahlungen wird in bar getätigt. Verbraucherschützer warnen, dass eine sinkende Akzeptanz zu Kassenstreitigkeiten oder Datenschutzbedenken führen könnte. Befürworter setzen sich weiterhin dafür ein, dass Bargeld neben digitalen Zahlungsmitteln verfügbar bleibt.






