Streik des Sicherheitspersonals legt Flugverkehr in Deutschland lahm
Niklas SchmitzStreik des Sicherheitspersonals legt Flugverkehr in Deutschland lahm
Zehntausende Flugpassagiere in Deutschland von Streiks betroffen
Am 20. April 2023 sahen sich zehntausende Fluggäste in Deutschland mit massiven Behinderungen konfrontiert, nachdem ein Streik des Sicherheitspersonals hunderte Flüge lahmlegte. Von der Arbeitsniederlegung betroffen waren auch der Schienenverkehr – landesweit fielen bis zum frühen Nachmittag sämtliche Fernzüge aus.
Der Streik am 20. April traf große Flughäfen wie Düsseldorf, Köln/Bonn und Hamburg besonders hart. Allein in Köln/Bonn wurden 121 Flüge gestrichen, weitere Ausfälle waren nicht ausgeschlossen. Am Flughafen Hamburg entfiel ein Drittel aller Ankünfte, Abflüge fanden gar nicht statt.
Insgesamt fielen an den beiden Tagen, dem 20. und 21. April, rund 700 Flüge aus. Allein am 20. April waren etwa 45.200 Passagiere direkt von den Annullierungen betroffen. Auch der Flughafen Stuttgart rechnete am 21. April mit Warnstreiks.
Die Auseinandersetzung betrifft Beschäftigte in der Luftsicherheit, der Passagierkontrolle, der Personal- und Frachtüberprüfung sowie im Servicebereich. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen sollen am 27. und 28. April fortgesetzt werden.
Der Streik sorgte für ein flächendeckendes Reisechaos bei Passagieren und Airlines. Mit dem Ende der Warnstreiks wird eine Normalisierung des Flug- und Bahnverkehrs erwartet. Die Gespräche zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern werden im Laufe der Woche fortgeführt.
