27 March 2026, 00:03

Streit um Castor-Transport: Atomabfall erreicht Ahaus unter Protesten und Polizeischutz

Große Menschenmenge marschiert mit Transparenten und Fahnen auf einer Straße bei einer Demonstration gegen Atomkraft in Deutschland, mit Fahrzeugen, Gebäuden, Bäumen und einem Tor im Hintergrund.

Streit um Castor-Transport: Atomabfall erreicht Ahaus unter Protesten und Polizeischutz

Ein Transport mit atomarem Abfall traf am frühen Mittwochmorgen in Ahaus ein, nachdem er vom Forschungszentrum Jülich aus aufgebrochen war. Die Aktion zog Proteste von Atomkraftgegnern auf sich und erforderte einen massiven Polizeieinsatz. Die Behörden meldeten keine Zwischenfälle während der Fahrt.

Der Konvoi verließ Jülich gegen 10 Uhr, begleitet von über 2.400 Einsatzkräften, Strahlenschutzteams und Anti-Drohnen-Einheiten. Spezialkräfte sicherten die Route zusätzlich ab. Die Straße zum Zwischenlager wurde für den regulären Verkehr gesperrt, während der Transport unterwegs war.

Atomkraftgegner versammelten sich vor den Toren der Anlage und äußerten ihren Widerstand gegen den Transport. Oppositionsparteien hatten zuvor die Entscheidung der Landesregierung kritisiert, bis zu drei Castor-Transporte gleichzeitig durchzuführen.

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Der Castor-Behälter erreichte Ahaus in den frühen Morgenstunden des Mittwochs – der jüngste in einer Reihe von Transporten. Seit 1996 wurden insgesamt 152 Behälter vom Forschungszentrum Jülich zur Lagerstätte gebracht. Die aktuelle Transportserie hatte am 24. März 2026 begonnen.

Der Transport endete ohne gemeldete Störungen. Die Behörden hielten während der gesamten Operation strenge Sicherheitsvorkehrungen aufrecht. Mit dieser Lieferung erhöht sich die Zahl der in Ahaus eingelagerten Castor-Behälter auf 153 – seit der ersten großen Ankunft vor fast drei Jahrzehnten.

Quelle