09 June 2026, 04:01

Streit um Ohligser Kreisverkehr: Bürgerproteste gegen Stadtpläne wachsen

Doppel Kreisel in Ohligs: Politik verweigert OWG-Rede vor Kreistag

Streit um Ohligser Kreisverkehr: Bürgerproteste gegen Stadtpläne wachsen

Pläne zur Umgestaltung des Ohligser Kreisverkehrs sorgen in Solingen für Streit

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Die geplante Neugestaltung des Kreisverkehrs in Ohligs hat in Solingen für Kontroversen gesorgt. Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt die vorgeschlagenen Änderungen vehement ab und wirft der Stadt vor, zentrale Bedenken ignoriert zu haben. Unterdessen wurde der örtlichen Wirtschaftsvereinigung Ohligser Werbegemeinschaft (OWG) bei einer jüngsten Ratssitzung zum Thema das Wort verweigert.

Die BfS kritisiert insbesondere die Umgestaltung des doppelstöckigen Kreisverkehrs und bemängelt, dass Alternativen wie „mobile Begrünung“ auf wasserdurchlässigen Flächen nicht ausreichend geprüft wurden. Zudem betont die Gruppe, dass durch die Pläne ein zentrales Element des Ohligser Dorffests – einer wichtigen Veranstaltung für die Region – entfallen würde.

In einer Bezirksratssitzung wurde der OWG die Möglichkeit verwehrt, ihre Position zur Umgestaltung vorzutragen. Diese Entscheidung stößt bei Michael Bender, Bezirksvertreter der BfS, auf scharfe Kritik. Er argumentiert, dass die Meinung des Verbandes hätte gehört werden müssen. Der Vorfall deutet auf einen Wandel hin, wie politische Parteien in Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid mit lokalen Stimmen umgehen.

Trotz des Widerstands unterstützen andere Fraktionen im Rat die Pläne. Die BfS hingegen besteht darauf, dass die Anliegen von Anwohnern und Unternehmen berechtigt sind und ernst genommen werden müssen.

Der Streit um die Zukunft des Kreisverkehrs dreht sich nun vor allem um die Frage, ob die Belange der Bürger ausreichend berücksichtigt wurden. Während die BfS eine Überprüfung der Pläne fordert, treibt der Rat die beschlossenen Änderungen voran. Die endgültige Entscheidung wird nicht nur darüber entscheiden, ob die Hauptattraktion des Dorffests verloren geht, sondern auch, wie künftig die Einbindung der Bürgerschaft gestaltet wird.

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