Traditionsbetrieb Fasana kämpft um Überleben nach Insolvenz und gescheiterter Übernahme
Niklas SchmitzTraditionsbetrieb Fasana kämpft um Überleben nach Insolvenz und gescheiterter Übernahme
Fasana, traditioneller Herstellungsbetrieb für Hygienepapiere in Euskirchen, steht vor ungewisser Zukunft
Nach der Insolvenzanmeldung im Juni 2025 bangt der seit über einem Jahrhundert bestehende Tissue-Hersteller Fasana um sein Überleben. Sollten die laufenden Verhandlungen scheitern, könnte das Unternehmen gezwungen sein, seine Tore endgültig zu schließen. Hohe Energiekosten, wirtschaftliche Belastungen und ein Cyberangriff hatten das Unternehmen in die finanzielle Schieflage getrieben.
Fasana, 1924 gegründet, hatte seinen Hauptsitz in Hannover und betrieb jahrzehntelang einen Produktionsstandort in Euskirchen. Nach viermonatigem Kampf gegen die drohende Pleite beantragte das Unternehmen Anfang Juni 2025 offiziell das Insolvenzverfahren. Zunächst hatten zwei internationale Großunternehmen Interesse an einer Übernahme signalisiert, doch die Gespräche scheiterten an den Forderungen des Grundstückseigentümers.
Der geforderte Kaufpreis für das Werksgelände lag um das Dreifache über dem geschätzten Marktwert der Immobilie. Dieses Hindernis blockierte jede mögliche Übernahme und ließ das Unternehmen in der Schwebe. Geschäftsführer Karsten Beisert steht in Verhandlungen mit Euskirchens Bürgermeister Sacha Reichelt, um eine Lösung zu finden. Doch die überhöhte Preisforderung bleibt ein zentrales Problem.
Für den folgenden Tag ist eine Betriebsversammlung angesetzt, um die Mitarbeiter über die Perspektiven ihrer Arbeitsplätze zu informieren. Sowohl der Insolvenzverwalter Dr. Dirk Wegener als auch der Betriebsratsvorsitzende Dieter Höller wollten sich zu der Lage nicht weiter äußern.
Ohne eine Einigung steht Fasana vor dem Aus – und damit droht das Ende eines Unternehmens mit mehr als 100-jähriger Geschichte. Die weiteren Verhandlungen mit der Stadt und dem Grundstückseigentümer werden entscheiden, ob das Traditionsunternehmen gerettet werden kann oder endgültig die Türen schließen muss.






