Vandalismus in Rüthen: Kinder zerstören verlassenes Haus mit fremdenfeindlichen Parolen
Niklas SchmitzVandalismus in Rüthen: Kinder zerstören verlassenes Haus mit fremdenfeindlichen Parolen
Polizei in Rüthen ermittelt nach Vandalismus an verlassenem Haus in der Lippstädter Straße
Am Freitagnachmittag rückten Beamte der Polizei in Rüthen aus, nachdem es Meldungen über Sachbeschädigung in einem verlassenen Haus in der Lippstädter Straße gegeben hatte. Gegen 15 Uhr trafen die Einsatzkräfte ein und entdeckten im Inneren des Gebäudes vier Kinder im Alter von 11 bis 12 Jahren. Die Gruppe soll erhebliche Schäden verursacht haben, darunter eingeworfene Fenster und Graffiti mit fremdenfeindlichen Parolen.
Auslöser des Vorfalls war offenbar ein 13-jähriger Junge, der gemeinsam mit einem gleichaltrigen Freund das Grundstück betreten hatte – bewaffnet mit einer Luftdruckpistole, Sprühdosen und einer Sturmhaube. Die jüngeren Kinder, die sich bereits im Haus aufhielten, weigerten sich, das Gebäude zu verlassen. Der Hauptverdächtige soll mit der Luftdruckpistole auf die Fassade geschossen und mit Sprühfarbe beleidigende Botschaften an die Wände gesprüht haben. Zudem wurden sämtliche Fenster des Hauses zerstört.
Die Polizei verhörte die Kinder vor Ort und ließ sie anschließend wieder gehen. Der 13-Jährige wurde später in Begleitung seiner Mutter ausfindig gemacht, gestand die Taten jedoch nicht vollständig. Die Ermittler prüfen zudem einen möglichen Zusammenhang mit einem separaten Einbruch in derselben Straße, der sich am 14. März 2025 ereignet hatte.
Laut Angaben der Beamten kehrte die Gruppe später an das Haus zurück und behauptete, der 13-Jährige habe sie angegriffen, nachdem er erfahren hatte, dass sie mit der Polizei gesprochen hatten. Die sichtbaren Schäden am Gebäude wurden bestätigt. Die Ermittlungen dauern an.
Der Fall bleibt weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Die beteiligten Kinder sind identifiziert, und weitere Vernehmungen stehen aus. Noch ist unklar, ob Anklage erhoben wird.






