05 June 2026, 15:46

Verkehrswende: Bundestag reformiert Straßenverkehrsgesetz für mehr Radwege und Tempo 30

Mehr Klimaschutz für Kommunen: Novelle des Straßenverkehrsgesetzes

Verkehrswende: Bundestag reformiert Straßenverkehrsgesetz für mehr Radwege und Tempo 30

Der Bundestag und der Bundesrat haben eine umfassende Reform des deutschen Straßenverkehrsgesetzes (StVG) verabschiedet. Die Änderungen zielen darauf ab, die Verkehrsplanung zu modernisieren, indem Städte und Gemeinden mehr Spielraum erhalten, um Radwege, Fußgängerzonen und niedrigere Tempolimits einzurichten. Fast 800 Kommunen hatten sich für mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Straßen eingesetzt.

Bisher lag der Fokus des Straßenverkehrsgesetzes stark auf der reibungslosen Abwicklung des Autoverkehrs. Dies erschwerte es lokalen Behörden oft, Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen oder eine dedizierte Radinfrastruktur umzusetzen. Verkehrsminister Volker Wissing trieb die Aktualisierung des Gesetzes voran, das nun neben der Verkehrssicherheit auch Klimaschutz, Stadtentwicklung und öffentliche Gesundheit berücksichtigt.

Die Reform stößt auf breite Zustimmung. Oliver Krischer, Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, nannte sie „längst überfällig“. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßte die Änderungen und sieht darin einen Schritt hin zu einem fahrradfreundlichen Deutschland bis 2030.

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Trotz der Fortschritte sind jedoch weitere Anpassungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) notwendig. Zu den Zielen der Reform gehören die Verbesserung des Verkehrsflusses, die Reduzierung von Unfällen sowie sicherere Straßen für Fußgänger und Radfahrer.

Die neuen Regelungen ermöglichen es den Kommunen, Straßen mit weniger Einschränkungen umzugestalten. Dies könnte zu mehr Radwegen, fußgängerfreundlichen Bereichen und niedrigeren Geschwindigkeitsbegrenzungen in Wohngebieten führen. Die Reform markiert einen Wandel – weg von einer autozentrierten Planung hin zu einem ausgewogeneren Ansatz im städtischen Verkehr.

Quelle