Warnübung in Lünen scheitert: Sirenen blieben stumm – nur Handyalarme funktionierten
Matteo BöhmWarnübung in Lünen scheitert: Sirenen blieben stumm – nur Handyalarme funktionierten
Geplante Warnübung in Lünen: Sirenen blieben stumm – nur Handyalarme funktionierten
Am 12. März fand in Lünen eine geplante Probealarmierung statt, doch nicht alles verlief wie vorgesehen. Während die Warnmeldungen per Mobilfunk problemlos empfangen wurden, blieben die Sirenen der Stadt aufgrund eines technischen Defekts stumm. Nun wird untersucht, was schiefgelaufen ist.
Die Übung sollte die verschiedenen Warnsysteme Lünens testen – darunter Sirenen, Warn-Apps und Cell-Broadcast-Nachrichten. Nutzer der Apps NINA oder KATWARN erhielten wie geplant Benachrichtigungen, und auch das Cell-Broadcast-System funktionierte einwandfrei.
Doch die Sirenen in ganz Lünen blieben sowohl beim initialen Alarm als auch beim Entwarnungssignal aus. Einige Anwohner berichteten, Sirenen gehört zu haben – diese stammten jedoch aus Nachbarstädten, nicht aus Lünen selbst. Der Ausfall ließ das städtische Warnsystem während der gesamten Übung inaktiv.
Michael Thiel, kommissarischer Leiter der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Bevölkerungsschutzes in Lünen, bestätigte das Problem. Die Ursache werde nun dringend analysiert, um künftige Ausfälle zu vermeiden.
Die Übung offenbarten eine deutliche Lücke im Sirennetz Lünens, während andere Warnmethoden zuverlässig arbeiteten. Die Behörden konzentrieren sich nun auf die Behebung des technischen Fehlers, damit im Ernstfall alle Systeme reibungslos zusammenarbeiten. Ein ausführlicher Bericht zu den Erkenntnissen soll in Kürze vorgelegt werden.