Weiße Ellipsen auf Straßen retten Motorradfahrer in gefährlichen Kurven
Niklas SchmitzWeiße Ellipsen auf Straßen retten Motorradfahrer in gefährlichen Kurven
Deutschland erweitert ein Verkehrssicherheitsprojekt, das weiße elliptische Markierungen nutzt, um Motorradfahrer in gefährlichen Kurven zu schützen. Die Initiative folgt auf erfolgreiche Testphasen, die eine sinkende Unfallzahl auf Strecken mit dem neuen Design zeigten. Nordrhein-Westfalen hat nun Pläne bekannt gegeben, die Markierungen auf zwei weiteren besonders riskanten Straßen anzubringen.
Das Projekt startete als Pilotversuch auf der L218 in Deutschland. Seit die Markierungen vor drei Jahren aufgebracht wurden, gab es auf diesem Abschnitt keine schweren Unfälle mehr. Die elliptischen Formen helfen Fahrern, Geschwindigkeit und Position besser einzuschätzen und so eine sicherere Linie durch die Kurven zu halten.
Bis Ende 2023 wurden rund 1.200 Kilometer Bundes- und Landesstraßen mit den Markierungen versehen. Der Fokus lag auf Gebieten mit hohem Motorradaufkommen, insbesondere in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Auch Österreich hat ähnliche Designs übernommen und verzeichnete an acht Unfallschwerpunkten einen Rückgang der Verletzungsunfälle um 42 Prozent – unter Einbeziehung der Daten des ersten Jahres sogar um 56 Prozent.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat nun die Erweiterung auf zwei neue Strecken bestätigt: die B266 in Schleiden und die L234 in Bad Münstereifel. Die RWTH Aachen wird das Projekt unterstützen, indem sie die Standorte mit Wärmebildkameras und KI überwacht. Die Auswertung soll datenschutzkonform erfolgen und gleichzeitig prüfen, wie wirksam die Markierungen die Sicherheit verbessern.
Die elliptischen Straßenmarkierungen haben sich bereits auf Teststrecken als wirksam erwiesen, um Unfälle zu reduzieren. Mit weiteren Ausbaustufen und wissenschaftlicher Begleitung streben die Behörden an, Motorradunfälle in weiteren Risikobereichen zu verringern. Der Erfolg des Projekts in Deutschland und Österreich deutet darauf hin, dass es sich zu einer Standard-Sicherheitsmaßnahme für kurvenreiche Straßen entwickeln könnte.






