Willichs neues Bauprojekt Moltkedorf spaltet die Nachbarschaft
Neubaugebiet in Willich stößt auf massiven Widerstand der Anwohner
Ein geplantes Wohnprojekt in Willich sieht sich mit heftiger Kritik der lokalen Bevölkerung konfrontiert. Auf dem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf sollen 200 Wohneinheiten entstehen, um die Wohnungsnot in der Stadt zu lindern. Doch 156 Anwohner haben offiziell Widerspruch eingelegt – mit Verweis auf Bedenken wegen des zusätzlichen Verkehrsaufkommens, des Verlusts von Grünflächen und der hohen Bebauungsdichte.
Das Vorhaben sieht vor, das Gebiet Moltkedorf mit einer Mischung aus Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern umzugestalten. Die Gebäude sollen in einer hoffartigen Anordnung errichtet werden, ergänzt durch Grünflächen, die dem Klima- und Wohlbefinden dienen. Der Zugang erfolgt über die Moltkestraße, wobei ein einseitig geführtes Ringsystem alle Wohneinheiten verbinden soll.
Rad- und Fußwege werden die Kruse-Straße mit An Liffersmühle verbinden. Für Parkplätze sind oberirdische Stellflächen, Garagen und möglicherweise eine Tiefgarage vorgesehen. Zudem plant die Stadt, die Unterkunft für Geflüchtete im Moltkedorf bis Ende des Jahres zu schließen.
Kritik üben die Anwohner vor allem an der Dimension des Projekts, insbesondere an den viergeschossigen Gebäuden, die direkt an ihre Kleingartenanlagen grenzen. In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern sie eine Umweltverträglichkeitsprüfung, eine Reduzierung der Bebauungsdichte sowie bessere Verkehrsanbindungen. Zu den ökologischen Bedenken zählen der Erhalt eines Grünstreifens und die Bewahrung öffentlicher Freiflächen.
Der Stadtrat wird nun die Einwände gemeinsam mit den Bauplänen prüfen. Sollte das Projekt genehmigt werden, könnte es dringend benötigten Wohnraum schaffen – würde aber auch das lokale Umfeld nachhaltig verändern. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Vorhabens wird in den kommenden Monaten erwartet.






