Windpark-Ausbau im Hochsauerlandkreis zerstört geschütztes Naturschutzgebiet trotz Proteste
Sebastian KönigWindpark-Ausbau im Hochsauerlandkreis zerstört geschütztes Naturschutzgebiet trotz Proteste
Zufahrtsweg zum Windpark Aupketal im Hochsauerlandkreis wird durch Naturschutzgebiet ausgebaut – Kritik an Umweltschäden und Verfahrensverstößen
Für den Windpark Aupketal im Hochsauerlandkreis wird eine Zufahrtsstraße durch ein geschütztes Naturschutzgebiet ausgebaut. Die Baumaßnahmen haben Kritik wegen möglicher Umweltschäden und Verstöße gegen geltende Verfahren ausgelöst. Lokale Politiker und Naturschützer zeigen sich besorgt.
Die Trasse, die für den Transport von Turbinenteilen und Rotorblättern zum Windpark in der Nähe des Möhnesees genutzt wird, führt durch das Aupketal bei Arnsberg-Moosfelde. Das Gebiet beherbergt alte Laubbaumbestände, Bäche und Feuchtbiotope – allesamt Teil eines FFH-Schutzgebiets (Flora-Fauna-Habitat). Zwar liegen die Windkraftanlagen selbst außerhalb der geschützten Zone, doch die Baustrecke greift direkt in das Schutzgebiet ein.
Lokale Politiker werfen dem Betreiber des Windparks mangelhafte Umsetzung vor. Der Hochsauerlandkreis bestätigte Verstöße wie unautorisierte Verdichtungen und Verbreiterungen der Schotterfläche. Zudem könnte der eingesetzte kalkhaltige Schotter den sauren Boden verändern und so die heimischen Biotope gefährden.
Der Betreiber räumte ein, Bäume gefällt zu haben, versicherte jedoch, Ausgleichsmaßnahmen zu ergreifen. Fachleute des Naturschutzbeirats hatten sich zuvor gegen den Bau der Route durch das FFH-Gebiet ausgesprochen. Oppositionsmitglieder im Kreistag zeigten sich verärgert, nachdem ihr Antrag auf eine Ortsbegehung abgelehnt worden war.
Trotz der Proteste von Naturschützern und lokalen Vertretern werden die Ausbauarbeiten an der Zufahrtsstraße fortgesetzt. Die Umweltauswirkungen – darunter Bodenveränderungen und Lebensraumzerstörung – bleiben ein zentraler Streitpunkt. Die vom Kreis bestätigten Verfahrensverstöße verschärfen die anhaltende Kontroverse.






