07 April 2026, 02:02

Zoll beschlagnahmt fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia auf der A3

Ein Kaffeepaket.

Zoll beschlagnahmt fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee bei Großrazzia auf der A3

Deutsche Zollbeamte haben bei einer einzigen Razzia fast vier Tonnen unversteuerten Kaffee beschlagnahmt. Die Großkontrolle fand am 16. September 2025 auf dem Rastplatz Königsforst an der Autobahn A3 statt. Die Behörden vermuten, dass der Kaffee aus den Niederlanden eingeschmuggelt wurde, um die in Deutschland fällige Steuer zu umgehen.

Ein 39-jähriger syrischer Fahrer wurde angehalten, nachdem Beamte unklare Angaben zu seiner Route in seinem kleinen Transporter bemerkt hatten. Im Fahrzeug entdeckten sie 245 Kilogramm löslichen Kaffee und 176 Kilogramm Röstkaffee. Die hinterzogene Steuer für diese Lieferung allein belief sich auf über 17.000 Euro.

In Deutschland wird auf Röstkaffee eine Steuer von 2,19 Euro pro Kilogramm erhoben, auf löslichen Kaffee sind es 4,78 Euro pro Kilogramm. Zwar sind Importe aus EU-Ländern wie den Niederlanden in Mengen bis zu zehn Kilogramm für den persönlichen Bedarf steuerfrei, größere Lieferungen müssen jedoch angemeldet und versteuert werden.

Weitere Ermittlungen förderten Beweise für weitere drei Tonnen unversteuerten Kaffee zutage, der kürzlich aus den Niederlanden eingeführt worden war. Gleichzeitig durchgeführte Kontrollen in Limburg an der Lahn und Gießen führten zudem zur Beschlagnahmung von weiteren dreieinhalb Tonnen. Im Jahr 2024 hatte der Zoll bundesweit rund eine Milliarde Euro an Kaffeesteuer eingenommen – ein Indiz für das Ausmaß der Kontrollbemühungen.

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Durch die jüngsten Beschlagnahmungen summiert sich die Menge des sichergestellten unversteuerten Kaffees auf fast acht Tonnen. Die Behörden überwachen weiterhin grenzüberschreitende Lieferungen, um weitere Steuerhinterziehungen zu verhindern. Der Fall wird noch untersucht; den Beteiligten drohen mögliche Strafen.

Quelle