17 March 2026, 12:03

Zuckerrübenanbau in der Krise: Warum Bauern umdenken müssen

Nahaufnahme einer Blattschneiderbiene auf dem Boden umgeben von trockenen Blättern und Gras.

Zuckerrübenanbau in der Krise: Warum Bauern umdenken müssen

Zuckerrübenanbau in Deutschland gerät unter Druck

Der Anbau von Zuckerrüben in Deutschland steht vor wachsenden Herausforderungen: Sinkende Preise, steigende Kosten und neue Handelsregeln drücken die Gewinne. Viele Landwirte haben seit 2020 ihre Anbauflächen um bis zu 30 Prozent reduziert – die Gesamtfläche schrumpfte von 43.000 auf etwa 37.000 Hektar. Um Erträge zu sichern und wirtschaftlich zu bleiben, setzen sie zunehmend auf innovative Pflanzenschutzmethoden.

Die Probleme der Rübenproduzenten haben sich in den letzten Jahren verschärft. Geringe Erzeugerpreise, hohe Kosten für Düngemittel und Pestizide sowie strengere EU-Vorgaben wie der Green Deal erschweren den Anbau. Zudem erhöht der zollfreie Zuckerimport im Rahmen des Mercosur-Abkommens den Konkurrenzdruck, sodass einige Betriebe ihre Rübenflächen um fast ein Drittel verringert haben.

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Auch Schädlinge und Krankheiten setzen den Beständen zu. Resistente Hirsegräser, Blattinfektionen und das durch die Zikade Hyalesthes obsoleta verursachte Rübenvergelbungs-Syndrom (SBR) gefährden sowohl Ertrag als auch Qualität. Notfallzulassungen für bestimmte Pestizide brachten zwar Linderung, doch die Landwirte suchen nachhaltige Lösungen.

Neue Produkte werden nun erprobt, um die Effizienz zu steigern. Betriebsleiter Marius Feldmann von der Metternich-Ratibor-Corvey KG in Höxter testete auf 44 Hektar das Herbizid Rinpode, das im zweiten Nachauflauf ausgebracht wurde. Die Ergebnisse zeigten eine wirksame Bekämpfung der Hirsegräser bei geringen Schäden an den Rüben. Dank der niedrigen Aufwandmenge von nur 2 g/ha ist Rinpode nicht nur kostengünstiger, sondern auch umweltverträglicher als ältere Mittel. Erste Versuche deuten darauf hin, dass es den Zuckerertrag um eine Tonne pro Hektar steigern und den Gesamtertrag um 3–7 Prozent erhöhen könnte.

Auch andere Innovationen halten Einzug. Der Biostimulator Kinsidro Grow+ ist nun verpflichtender Bestandteil des SBR/Stolbur-Programms von Südzucker und wird zu zentralen Wachstumsphasen eingespritzt. Diese neuen Werkzeuge sollen den Landwirten helfen, trotz schrumpfender Margen rentabel zu bleiben.

Angesichts rückläufiger Anbauflächen und wachsendem Marktdruck setzen deutsche Rübenbauern zunehmend auf modernen Pflanzenschutz. Produkte wie Rinpode und Kinsidro Grow+ bieten wirksame Mittel gegen Schädlinge, Krankheiten und Ertragsverluste. Dieser Wandel spiegelt die Bemühungen wider, die Zukunft des Zuckerrübenanbaus in einem schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld zu sichern.

Quelle