Zwei Berliner Mauerstücke finden in Euskirchen eine neue symbolische Heimat
Nina LehmannZwei Berliner Mauerstücke finden in Euskirchen eine neue symbolische Heimat
Zwei Abschnitte der Berliner Mauer haben im Naturgarten der Marienschule in Euskirchen ein neues Zuhause gefunden. Die Installation soll zum Nachdenken und Dialog über Deutschlands geteilte Vergangenheit anregen. Schulleiter Michael Mombaur initiierte das Vorhaben, die historischen Stücke an den Standort zu bringen.
Das Projekt begann damit, dass Mombaur Spenden und Unterstützung für den Kauf, Transport und die Montage der Mauersegmente organisierte. Seine Kampagne fand zahlreiche Förderer, sodass keine Kosten auf den Förderverein der Schule ukamen.
Die größte Zuwendung stammte von der Bethe-Stiftung, die 3.000 Euro spendete. Weitere 500 Euro steuerte die Bürgerstiftung "Wir für euch" der Stadt Euskirchen bei.
Bei der Enthüllung betonte Bürgermeister Sacha Reichelt die symbolische Bedeutung der Mauer. Er rief dazu auf, auch die noch bestehenden mentalen Barrieren zwischen Ost- und Westdeutschen abzubauen. Mombaur schloss sich dieser Haltung an und erklärte, die Mauerstücke sollten Gespräche und Reflexion unter Schülern und Besuchern anstoßen.
Die Fragmente der Berliner Mauer stehen nun als sichtbares Geschichtsdenkmal im Naturgarten der Schule. Das Projekt wurde ausschließlich durch Spenden finanziert, ohne die Schule finanziell zu belasten. Die Organisatoren hoffen, dass die Installation als dauerhafter Impuls für Diskussionen und Lernen dient.






