185 Kinder in Bergisch Gladbach erhalten trotz Anmeldung keinen OGS-Platz
Niklas Schmitz185 Kinder in Bergisch Gladbach erhalten trotz Anmeldung keinen OGS-Platz
In Bergisch Gladbach erhalten 185 Kinder trotz Anmeldung durch ihre Eltern keinen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) für das kommende Schuljahr. Davon haben 32 Kinder einen gesetzlichen Anspruch auf Betreuung – doch die Stadt verfügt nicht über ausreichend Kapazitäten, um sie aufzunehmen.
Besonders prekär ist die Situation an der GGS Moitzfeld: Die Schule bietet nur 140 OGS-Plätze für 240 Schülerinnen und Schüler, was einer Versorgungsquote von etwa 58 Prozent entspricht. Dreizehn Erstklässler mit gesetzlichem Anspruch bleiben ohne Betreuungsplatz.
Die Stadt unternimmt Schritte, um die Lage zu entlasten: An der GGS Heidkamp startet eine verlängerte Betreuung, die nachmittags bis zu zehn zusätzliche Plätze schafft. Das Angebot kostet 70 Euro pro Kind und Monat und läuft zunächst für ein Schuljahr.
An vier Grundschulen in Bergisch Gladbach gibt es bereits eine Randstundenbetreuung. Ohne dieses Angebot wäre der Mangel an OGS-Plätzen laut Stadt deutlich größer als die bereits gemeldeten 185 fehlenden Plätze.
Ab dem Schuljahr 2026/27 haben in Deutschland alle Grundschulkinder einen gesetzlichen Anspruch auf ganztägige Betreuung – beginnend mit den Erstklässlern und inklusive der Ferienzeiten.
Die Stadt steht vor einer erheblichen Unterversorgung an OGS-Plätzen, wodurch viele Kinder ohne gesicherte Betreuung bleiben. Der Ausbau der verlängerten und Randstundenbetreuung soll die Lücke schließen, bis der bundesweite Anspruch auf Ganztagsbetreuung greift.
