SPD-Stadtrat Markus Preuss verlässt Fraktion nach internen Machtkämpfen
Niklas SchmitzSPD-Stadtrat Markus Preuss verlässt Fraktion nach internen Machtkämpfen
Markus Preuss, Stadtrat der SPD SüdBurg, hat die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Solingen verlassen. Künftig wird er als unabhängiger Mandatsträger unter dem Label „SPD-SüdBurg“ agieren, bleibt jedoch Parteimitglied. Der Schritt folgt anhaltenden internen Konflikten innerhalb der örtlichen SPD.
Den Austritt begründete Preuss damit, dass seine persönlichen Anträge wiederholt von der Tagesordnung ausgeschlossen worden seien. Zudem kritisierte er mangelnden Respekt seitens einzelner Parteimitglieder und warf der Fraktion vor, die Belange der ärmsten Bevölkerungsgruppen zu ignorieren. Sein Antrag auf einen eigenen Tisch für SPD-SüdBurg umfasste das Angebot einer gleichberechtigten Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion – basierend auf gegenseitigem Respekt.
Die Entscheidung wurde mit dem SPD-Ortsverein SüdBurg abgestimmt, der einstimmig hinter Preuss steht. Er selbst sprach von einer „tiefen Spaltung“ innerhalb der Solinger SPD und forderte führende Funktionäre auf, ihr Handeln und ihre Kommunikation zu überdenken. Trotz des Bruchs mit der Fraktion betonte er seine weiterhin unveränderte Verbundenheit mit den SPD-Grundwerten Freiheit, Gleichheit und Solidarität.
Preuss wird weiterhin einen Teil seiner Aufwandsentschädigung als Stadtrat an soziale Einrichtungen spenden. Als Mitglied der SPD vertritt er künftig jedoch eigenständig unter dem Banner SPD-SüdBurg die Interessen der Wähler im Rat. Der Schritt spiegelt seine Haltung zu innerparteilichen Streitfragen wider, ohne dabei seine politischen Überzeugungen aufzugeben.
