70 Jahre Bundespolizei-Fliegergruppe: Vom Einzelhubschrauber zur lebensrettenden Eliteeinheit
Sebastian König70 Jahre Bundespolizei-Fliegergruppe: Vom Einzelhubschrauber zur lebensrettenden Eliteeinheit
Bundespolizei-Fliegergruppe feiert 70-jähriges Bestehen
Am 7. Mai 2025 beging die Bundespolizei-Fliegergruppe ihr 70-jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten fanden in der Halle des Bundespolizei-Fliegerdienstes in Sankt Augustin statt und vereinten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und benachbarten Behörden.
Die Einheit wurde am 7. Mai 1955 mit einem einzigen Hubschrauber vom Typ Hiller UH-12B gegründet. Über die Jahrzehnte entwickelte sie sich zum zweitgrößten zivilen Luftfahrzeugbetreiber Deutschlands und verfügt heute über eine Flotte von 94 Hubschraubern. Ihre Einsätze unterstützen den täglichen Polizeidienst, darunter Grenz-, Bahn- und Seepatrouillen.
Die Fliegergruppe spielte auch bei großen Katastrophen eine zentrale Rolle: Sie war im Einsatz beim Sturmflut-Hochwasser in Hamburg 1962 und den Elbe-Fluten 2002. Darüber hinaus leistete sie internationale Hilfe, etwa bei Missionen in Mosambik im Jahr 2000 und in der ägyptischen Sahara 2008.
Die Ausbildung bleibt eine Kernaufgabe: An der Polizei-Fliegerakademie werden Piloten für 13 Landespolizeien sowie die Bundespolizei ausgebildet. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Lufttransport für Spezialeinheiten des Bundes – insbesondere an Wochenenden.
Gastgeber der Jubiläumsveranstaltung war Jérôme Fuchs, Vizepräsident der Bundespolizeidirektion 11. Die Fliegergruppe baut ihre Rolle in der inneren Sicherheit und der globalen humanitären Hilfe weiter aus. Mit fast sieben Jahrzehnten im Dienst bleibt sie eine unverzichtbare Säule für die deutsche Polizei- und Katastrophenhilfe.






