21 April 2026, 12:02

Bauverbote in NRW: Warum "Windader West" ab 2026 Flächen blockiert

Plakat mit einer 2021-Windenergie-Karte mit beschrifteten Standorten und numerischen Indikatoren.

Bauverbote in NRW: Warum "Windader West" ab 2026 Flächen blockiert

Bauverbote in Teilen von Nordrhein-Westfalen: Vorbereitungen für das Energieprojekt "Windader West" beginnen

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Ab dem 7. April 2026 gilt in Teilen Nordrhein-Westfalens eine vorläufige Veränderungssperre im Rahmen der Vorbereitungen für das Energieprojekt Windader West. Die Beschränkungen, die drei Jahre lang in Kraft bleiben, dienen dem Schutz von Flächen, die für neue Offshore-Windverbindungen benötigt werden. Ziel der Maßnahmen ist es, den reibungslosen Transport von Windenergie aus der Nordsee in die wichtigsten Verbrauchszentren zu gewährleisten.

Das Projekt Windader West umfasst vier Offshore-Netzanbindungssysteme: Kusenhorst, Rommerskirchen 1, Rommerskirchen 2 und Niederrhein. Über diese Leitungen soll der Strom aus Windparks in der Nordsee zu industriellen und Wohngebieten in Nordrhein-Westfalen transportiert werden.

Welche Einschränkungen gelten während der Sperre? In den ausgewiesenen Zonen sind unter anderem der Ausbau von Gebäuden, die Verlegung von Leitungen sowie die Intensivierung von Landwirtschaft und Forstwirtschaft untersagt. Zudem sind alle Veränderungen verboten, die den Bodenwert steigern oder das Projekt behindern könnten. Die genauen Regelungen der Sperre sowie eine detaillierte Karte der betroffenen Gebiete sind bis zum 22. April 2026 auf der Website des Regierungspräsidiums Münster einsehbar.

Die endgültige Trassenführung des Übertragungskorridors wird erst im Rahmen des späteren förmlichen Planfeststellungsverfahrens festgelegt. Wie die Amprion Offshore GmbH mitteilte, plant das Unternehmen, den Antrag für den Abschnitt südlich von Heiden im dritten Quartal 2028 einzureichen.

Die Veränderungssperre tritt am 7. April 2026 in Kraft und bleibt bis 2029 bestehen. Sie soll sicherstellen, dass die für Windader West benötigten Flächen für die künftige Infrastruktur verfügbar bleiben. Die finale Trassenführung und weitere Baumaßnahmen werden in den anstehenden Genehmigungsverfahren geklärt.

Quelle