Bill Maher erhält Mark-Twain-Preis – und löst damit eine politische Kontroverse aus
Matteo BöhmBill Maher erhält Mark-Twain-Preis – und löst damit eine politische Kontroverse aus
Der Komiker Bill Maher erhält am 28. Juni den Mark-Twain-Preis für amerikanischen Humor im Kennedy Center. Die Veranstaltung, die exklusiv auf Netflix gestreamt wird, hat wegen seiner Geschichte politisch brisanter Witze für Kontroversen gesorgt. Kritiker, darunter der ehemalige Präsident Donald Trump, lehnen die Entscheidung öffentlich ab.
Der Mark-Twain-Preis ehrt einflussreiche Komiker; zu den früheren Preisträgern zählen Conan O'Brien, Steve Martin und Dave Chappelle. Doch Mahers Auswahl hat heftige Reaktionen ausgelöst. Selbst das Weiße Haus distanzierte sich von der Auszeichnung und signalisierte deutliche Missbilligung.
Mahers Karriere umfasst die Moderation des Podcasts Club Random, den der Wahlausschuss des Kennedy Centers nach Angaben nie geprüft hat. In seiner Show traten polarisierende Persönlichkeiten wie Anne Coulter und Milo Yiannopoulos auf, die durch provokante Äußerungen zu Themen wie Rasse und Geschlecht bekannt sind. Maher selbst sah sich im Laufe der Jahre mit Kritik konfrontiert, weil seine Witze als beleidigend oder politisch unkorrekt empfunden wurden.
Trump äußerte sich vehement gegen die Verleihung und erklärte, Maher verdiene die Ehre nicht. Die Kritik des Ex-Präsidenten heizt die Debatte an, ob der Preis mit den Werten des Kennedy Centers vereinbar ist.
Die Zeremonie findet wie geplant statt; Netflix überträgt die Veranstaltung live. Die Auszeichnung für Maher fällt in eine Zeit andauernder Diskussionen über Meinungsfreiheit, Comedy und die Grenzen der Satire. Das Kennedy Center hat sich zu der Kontroverse nicht weiter geäußert.






