Dagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt in deutschen Musik-TV-Formaten
Niklas SchmitzDagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt in deutschen Musik-TV-Formaten
Dagmar Frederic, seit sechs Jahrzehnten eine Institution der Schlagerszene, hat sich nun zur Lage der deutschen Musik-Fernsehformate geäußert. Bekannt für ihren scharfen Witz und ihre lange Karriere, kritisierte sie kürzlich den Mangel an neuen Gesichtern in beliebten Sendungen. Ihre Äußerungen kommen zu einer Zeit, in der sie selbst weiterhin regelmäßig auf der Bühne steht und ihren vollen Terminkalender mit ihrem langjährigen Ruf in der Branche vereint.
Frederic war nie in Shows von Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen zu Gast. Dennoch nahm sie beide Moderatoren in Schutz und betonte, dass sie keinen Einfluss auf die Auswahl der Gäste hätten. Stattdessen machte sie die Redaktionsteams für die ständige Präsenz derselben Stars im Fernsehen verantwortlich.
Ihre Karriere umfasst 60 Jahre, geprägt von Schlagerhits, Musical-Auftritten und Chansons. Noch heute steht sie bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne – trotz eines bescheidenen Renteneinkommens. Erst kürzlich sorgte sie mit einer scherzhaften Bemerkung über ihren Mann für Schlagzeilen und bewies damit, dass ihr markanter Humor ungebrochen ist.
Die aktuelle Schlagerlandschaft im deutschen Fernsehen wird von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) dominiert, dem einzigen großen Format, das noch läuft. Die Show, die auf RTL+ ausgestrahlt wird und bis 2026 neue Folgen plant, gilt als die reichweitenstärkste und einflussreichste des Genres.
Frederics Kritik unterstreicht die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Vielfalt in den TV-Programmen. Als eines der letzten großen Schlagformate prägt DSDS weiterhin die Szene, während Künstler wie Frederic das Genre mit Live-Auftritten am Leben halten. Ihre lange Karriere und ihre unverkennbare Stimme machen sie zu einer der prägendsten Persönlichkeiten der Branche.






