Pflegezentrum Holten übernimmt CarePlus-Dienst in Oberhausen zum 1. Oktober
Matteo BöhmPflegezentrum Holten übernimmt CarePlus-Dienst in Oberhausen zum 1. Oktober
CarePlus GbR in Oberhausen übergibt ihren Pflegedienst an das Pflegezentrum Holten
Die Übertragung erfolgt im Zuge des anstehenden Ruhestands der Unternehmenspartner. Über 240 Kundinnen und Kunden – darunter Pflegebedürftige sowie Beratungsklienten – werden künftig vom neuen Anbieter betreut.
Das Pflegezentrum Holten, das zur Lucial Holding GmbH & Co. KG gehört, übernimmt den Betrieb ab dem 1. Oktober. Mit dieser Erweiterung festigt es seine Position als einer der größten privaten ambulanten Pflegedienste in Oberhausen und der Region. Das Zentrum versorgt bereits über 500 Kundinnen und Kunden und berät mehr als 600 pflegebedürftige Personen.
Alle bestehenden Verträge bleiben bestehen, sodass die Betroffenen nahtlos weiterversorgt werden. Zudem geht eine bisher von CarePlus betriebene Senioren-Wohngemeinschaft in Duisburg in die Verantwortung des Pflegezentrums Holten über.
Der Wechsel steht exemplarisch für die herausfordernde Situation in der Altenpflege. Zwar sichert die Übernahme die Kontinuität der Versorgung, doch betonen lokale Behörden die dringende Notwendigkeit einer besseren Unterstützung für Angehörige, die Pflegeleistungen erbringen. Fachleute fordern, dass langfristige Planungen über die bloße Aufrechterhaltung des Status quo hinausgehen müssen.
Regionale Unterschiede in der Pflegeversorgung bleiben eklatant: Hamburg verzeichnet mit 43,26 Pflegekräften pro 100 Pflegebedürftige das beste Betreuungsverhältnis, während Rheinland-Pfalz bei 53,14 liegt (Bundesdurchschnitt: 49,16). Auch die Verfügbarkeit von Pflegeheimplätzen variiert stark – von 14,93 Plätzen pro 1.000 Einwohner in Chemnitz bis hin zu nur 5,07 in München.
Durch die Übergabe ist sichergestellt, dass über 90 Pflegebedürftige und rund 150 Beratungskunden keine Einschränkungen erfahren. Das Pflegezentrum Holten stärkt mit seiner erweiterten Rolle seine Position in der Region. Gleichzeitig wirft der Wechsel jedoch ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme bei der Unterstützung informell Pflegender sowie die ungleiche Pflegeversorgung in Deutschland.






