Defektes Notausgangsschloss sperrt Kölner Turnhalle seit Wochen aus
Sebastian KönigDefektes Notausgangsschloss sperrt Kölner Turnhalle seit Wochen aus
Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 können seit über drei Wochen nicht trainieren – schuld ist ein defektes Notausgangsschloss. Der Fehler betrifft eine kaputte Paniktürverriegelung in der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße in Köln. Zwar gibt es eine provisorische Lösung, doch der Verein hält diese für nicht sicherheitskonform, insbesondere im Hinblick auf Evakuierungen.
Die Sporthalle kämpft bereits seit Langem mit Problemen am Notausgang. Noch vor der aktuellen Reparatur war die Anlage wegen desselben defekten Schlosses rund 18 Monate lang nicht nutzbar. Die Stadt Köln hat inzwischen eine Übergangslösung installiert, die es ermöglicht, die Tür normal zu öffnen und zu schließen.
Doch der Vorstand des Vereins kritisiert, dass diese Behelfsmaßnahme keine sichere Notfall-Evakuierung garantiert. Ein ersatzweise bestelltes, neues Paniktürsystem sollte Abhilfe schaffen, doch Lieferverzögerungen aufgrund von Engpässen in der Versorgungskette haben die Reparatur verzögert. Das Teil wird nun in dieser Woche erwartet, anschließend soll es sofort eingebaut werden.
Wie die Vereinsvorsitzende Ute Ahn erläutert, komme es nicht infrage, die Notausgangstür während des Trainings offen zu lassen. Sicherheits- und Datenschutzbedenken stünden dem entgegen – mit der Folge, dass rund 300 Mitglieder derzeit keinen angemessenen Zugang zu ihrer Trainingsstätte haben.
Sobald das neue Paniktürsystem eingetroffen ist, wird die Stadt das defekte Schloss komplett austauschen. Bis dahin bleibt die Turnhalle für den Verein nicht sicher nutzbar. Die Reparatur soll den Mitgliedern endlich wieder vollständigen Zugang ermöglichen – nach monatelangen Einschränkungen.






