28 March 2026, 16:03

Deutz senkt Umsatzprognose für 2024 und startet drastisches Sparprogramm

Ein Kreuzworträtsel mit den Wörtern "Verlust" und "Risiko" auf einer Zeitung mit Text und Zahlen.

Deutz senkt Umsatzprognose für 2024 und startet drastisches Sparprogramm

Deutz AG senkt Umsatzprognose für 2024 auf etwa 1,8 Milliarden Euro

Die Deutz AG hat ihre Umsatzerwartung für das laufende Jahr von zuvor 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro auf rund 1,8 Milliarden Euro nach unten korrigiert. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund nachlassender Nachfrage und eines umfassenden Sparprogramms, mit dem das Unternehmen seine Finanzen stabilisieren will. Ein neues Einsparpaket im Volumen von 50 Millionen Euro ist bereits in Kraft getreten.

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Zudem hat Deutz mit Oliver Neu einen neuen Finanzvorstand berufen, der sein Amt ab dem 1. Oktober antritt. Seine Ernennung fällt in eine Phase der finanziellen Umstrukturierung, während das Unternehmen sich auf die Veröffentlichung seiner Quartalszahlen am 7. November vorbereitet.

Schwache globale Nachfrage belastet das Geschäft

Die schwache weltweite Konjunktur setzt Deutz stark zu, insbesondere in wichtigen Absatzmärkten. In Regionen wie Brasilien brachen die Umsätze deutlich ein, da hohe Zinsen Landwirte trotz guter Ernten von Investitionen abhielten. In anderen Bereichen zeigten sich gemischte Trends: Während der Landtechnikhersteller Bucher Landtechnik für 2025 einen Rückgang von 10 Prozent meldete, entwickelten sich hydraulische Lösungen für Bau und Landwirtschaft dank Nachbestellungen, günstiger Witterung sowie hoher Milch- und Fleischpreise besser.

Umfassendes Sparprogramm gegen den Abschwung

Um die Krise zu bewältigen, hat Deutz ein weitreichendes Kostensenkungsprogramm gestartet. Dazu gehören Produktionskürzungen, der Abbau von Verwaltungskosten sowie die Zurückstellung strategischer Projekte. Auch Stellenstreichungen sind Teil der Maßnahmen. Die erste Phase, die Einsparungen von 20 Millionen Euro zum Ziel hat, tritt noch im laufenden vierten Quartal in Kraft.

Trotz der aktuellen Herausforderungen hält das Unternehmen an seinen langfristigen Zielen fest. Die Strategie "Dual+" sieht bis 2030 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro sowie eine EBIT-Marge von 10 Prozent vor. Die vollen jährlichen Einsparungen von 50 Millionen Euro sollen bis Ende 2026 umgesetzt sein.

Investoren warten auf weitere Signale

Anleger beobachten die Entwicklung genau, nachdem eine Analyse vom 4. Oktober Hinweise darauf gab, ob die Aktie gekauft oder verkauft werden sollte. Die nächste Wegmarke ist der 7. November, wenn Deutz seine aktuellen Quartalszahlen vorlegt.

Die angepasste Prognose und die Sparmaßnahmen spiegeln die Reaktion des Unternehmens auf ein schwieriges Marktumfeld wider. Mit geplanten Einsparungen von 50 Millionen Euro bis 2026 passt Deutz seine Strukturen an, um die finanzielle Stabilität zu wahren. Der anstehende Quartalsbericht am 7. November wird weitere Aufschlüsse über Fortschritte und Perspektiven liefern.

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