Eine Milliarde Frauen tanzt gegen Gewalt – One Billion Rising geht global auf die Straße
Nina LehmannTanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Frauen tanzt gegen Gewalt – One Billion Rising geht global auf die Straße
Milliarden Frauen weltweit werden im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexuelle Gewalt erleben. Um dem entgegenzutreten, mobilisiert die Kampagne One Billion Rising erneut Gemeinschaften durch Tanz und Protest. In diesem Jahr finden Veranstaltungen in über 200 Städten statt, darunter große Kundgebungen in Neu-Delhi, Lagos, São Paulo und Manila.
Die Kampagne wurde 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen. Ihr Name verweist auf eine erschreckende Realität: Schätzungsweise eine Milliarde Frauen und Mädchen werden in ihrem Leben Gewalt erfahren. Jährlich erobern Teilnehmer:innen mit Tanz, Solidarität und Protest den öffentlichen Raum zurück.
In Nordrhein-Westfalen beteiligen sich rund 30 Städte und Gemeinden an der Aktion. In Siegburg steht das Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" im Mittelpunkt – ein Appell für Respekt und Einverständnis in der Festtagszeit. Gleichzeitig veranstalten Duisburg und Detmold Tanzdemonstrationen als Zeichen globaler weiblicher Einheit.
Auch digital ruft die Kampagne in diesem Jahr zur Teilnahme auf. Unterstützer:innen weltweit sind aufgerufen, sich beim Tanzen zum Kampagnenlied "Women on Fire" zu filmen, um daraus ein gemeinsames Videocollage zu erstellen. Soziale Medien spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie helfen Aktivist:innen, sich zu vernetzen und ihre Botschaft über Grenzen hinweg zu verstärken.
Die genauen Teilnehmerzahlen für 2026 werden noch erhoben, da die Veranstaltungen den gesamten Februar über stattfinden. Doch das Ausmaß ist bereits jetzt sichtbar: Metropolen wie Manila und São Paulo stehen neben europäischen Zentren in einem globalen Zeichen des Widerstands.
One Billion Rising verbindet Straßenprotest mit digitalem Aktivismus, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Durch Tanz, Solidarität und gemeinsames Handeln lenkt die Kampagne die Aufmerksamkeit auf eine Krise, die Milliarden betrifft. Die Organisator:innen hoffen, dass die diesjährige globale Reichweite zu nachhaltigen Veränderungen in Einstellungen und Politik führen wird.
Switzerland Criminalises Stalking in Landmark 2026 Law
Switzerland has made stalking a distinct criminal offence since 1 January 2026, closing a critical gap in victim protection. Key developments include:
- The law criminalises repeated harassment that significantly disrupts a person's life.
- Parliament passed the reform in June 2025 with a clear majority, reflecting urgent societal demand.
- This aligns Swiss law with international standards and strengthens global efforts against gender-based violence.






