06 May 2026, 20:02

Fachkräftemangel im Handwerk: 200.000 Stellen bleiben unbesetzt – was jetzt hilft

Plakat mit einem Kreisdiagramm, das die Verteilung neuer Arbeitsplätze in Branchen wie Gesundheitswesen, Einzelhandel und Gastronomie zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Fachkräftemangel im Handwerk: 200.000 Stellen bleiben unbesetzt – was jetzt hilft

Deutsches Handwerk leidet unter massivem Fachkräftemangel

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) meldet bundesweit über 200.000 unbesetzte Stellen – und die Lücke wird größer, da immer mehr Beschäftigte in Rente gehen. Um gegenzusteuern, raten Experten den Betrieben, neue Strategien für die Personalgewinnung und -bindung zu entwickeln.

Die Nachfrage nach Handwerkern steigt, doch viele Unternehmen finden kaum noch Fachkräfte. Liborio Manciavillano, Geschäftsführer der HWS Handwerks-Schmiede GmbH, unterstützt Handwerksbetriebe bei der Modernisierung – von digitalem Management über die Personalrekrutierung bis hin zur Kundenakquise.

Um junge Talente zu gewinnen, empfiehlt Manciavillano den Betrieben, ihre Online-Präsenz auszubauen. Karrierewege und Erfolgsgeschichten in sozialen Medien zu teilen, kann Auszubildende anziehen. Sind sie erst einmal eingestellt, sorgen strukturierte Ausbildungsprogramme und eine gute Einbindung ins Team dafür, dass sie bleiben.

Für eine langfristige Bindung sollten Unternehmen auf Aufstiegschancen setzen. Weiterbildungen und Spezialisierungsmöglichkeiten motivieren Mitarbeiter, im Betrieb zu bleiben. Attraktive Zusatzleistungen, flexible Arbeitsmodelle und ein gut organisierter Arbeitsplatz machen die Betriebe zusätzlich attraktiv.

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Eine starke Arbeitgebermarke erfordert ganzjährige Sichtbarkeit. Auch ein vereinfachtes Bewerbungsverfahren kann die Einstellungserfolge steigern. Mit diesen Maßnahmen soll der wachsende Fachkräftemangel im Handwerk bekämpft werden.

Da immer mehr Beschäftigte in den Ruhestand gehen und die Nachfrage nach Handwerkern weiter steigt, wird sich die Personalknappheit voraussichtlich verschärfen. Betriebe, die auf digitale Rekrutierungsmethoden setzen und die Arbeitsbedingungen verbessern, könnten jedoch die benötigten Fachkräfte gewinnen. Die Zahlen des ZDH unterstreichen: Für das Handwerk wird es Zeit zu handeln.

Quelle