Laute Gegenproteste überschatten AfD-Veranstaltung in Düsseldorf-Bilk
Gegenprotest stört AfD-Veranstaltung in Düsseldorf
Am Montagabend (4. November) wurde eine Veranstaltung der AfD in Düsseldorf-Bilk durch eine Gegenkundgebung gestört. Unter dem Motto „Wir pfeifen die AfD aus!“ versammelten sich über hundert Menschen vor dem Bachsaal, um mit lauten Rufen und Pfiffen ihren Protest gegen die rechtspopulistische Partei zum Ausdruck zu bringen. Währenddessen fand im Inneren eine Podiumsdiskussion der AfD statt.
Die Veranstaltung der AfD trug den Titel „Rettet die Remigration, um den Sozialstaat zu retten?“. Als Redner traten die Politiker Maximilian Kneller und Marco Vogt auf. Der Abend fand im Bürgerhaus Bilk statt – nur zwei Wochen nach einer ähnlichen Zusammenkunft am 22. Oktober im Castello in Reisholz, bei der Gegenprotestierende bereits den Veranstaltungsort infiltriert und durch Lärm für Störungen gesorgt hatten.
Vor dem Bachsaal hatten sich Aktivisten des Bündnisses Düsseldorf Steht Auf (DSSQ), der Gruppe Omas gegen Rechts sowie Anwohner versammelt. Wie bei früheren AfD-Auftritten in Düsseldorf überstieg die Zahl der Protestierenden erneut deutlich die der Parteianhänger. Besonders laut wurde es, sobald AfD-Mitglieder an den Fenstern oben erschienen.
Die DSSQ-Initiative hatte angekündigt, jeden Auftritt der AfD in der Stadt mit kreativen Aktionen zu stören. Trotz der angespannten Stimmung endete die Veranstaltung laut Polizei ohne Zwischenfälle.
Die Montagsproteste sind bereits zur Routine im Konflikt zwischen der AfD und ihren Gegnern in Düsseldorf geworden. Mit lauten, sichtbaren und gut organisierten Aktionen gelang es den Gegenprotestlern erneut, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und die Partei in den Hintergrund zu drängen. Bis zum Ende des Abends gab es laut Polizei weder Festnahmen noch Gewalt.






