FKA Twigs klagt gegen Shia LaBeouf wegen umstrittenem Schweigeabkommen
Matteo BöhmFKA Twigs klagt gegen Shia LaBeouf wegen umstrittenem Schweigeabkommen
Die Musikerin FKA Twigs hat eine neue Klage gegen den Schauspieler Shia LaBeouf eingereicht, die sich gegen eine angeblich rechtswidrige Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA) richtet. Die Sängerin wirft vor, das Dokument sei genutzt worden, um sie zum Schweigen über vergangene Misshandlungen zu bringen. Ihr Anwaltsteam argumentiert, die Vereinbarung verstoße gegen den STAND Act Kaliforniens, der Vertraulichkeitsklauseln in Fällen sexuellen Fehlverhaltens einschränkt.
Der Streit geht auf einen Vergleich aus dem Jahr 2025 zwischen Twigs und LaBeouf zurück, der eine NDA umfasste, um einen öffentlichen Prozess zu vermeiden. Damals hatte LaBeouf 2023 zwar eingeräumt, in der Vergangenheit gewalttätig gewesen zu sein, bestritt jedoch einige Vorwürfe, während er teilweise Verantwortung übernahm. Die Vereinbarung soll Twigs verboten haben, über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt zu sprechen.
LaBeouf beantragte kürzlich ein Schiedsverfahren, nachdem Twigs in einem Interview mit dem Hollywood Reporter über ihre Sicherheitsbedenken gesprochen hatte. Ihr Anwalt, Matthew Rosengart, hält die NDA selbst für gesetzeswidrig nach kalifornischem Recht. Twigs strebt keine finanzielle Entschädigung an und betont, sie verfolge den Fall ohne berufliche oder finanzielle Motive.
In ihrer Klage wirft Twigs LaBeouf vor, weiterhin zu versuchen, ihre Stimme zum Schweigen zu bringen. Sie stellt die rechtlichen Schritte als Bemühung dar, "ein Unrecht wiedergutzumachen" und sich mit anderen Überlebenden sexualisierter und häuslicher Gewalt solidarisch zu zeigen.
Im Mittelpunkt des Falls steht die Frage, ob die NDA rechtliche Schutzmechanismen für Missbrauchsopfer verletzt. Twigs betont, es gehe ihr um Verantwortung und nicht um finanziellen Gewinn. Das Urteil könnte Präzedenzfall für die Durchsetzung von Vertraulichkeitsvereinbarungen in ähnlichen Konflikten werden.






