12 April 2026, 12:03

Frau heiratet Straßenbahn: Eine ungewöhnliche Liebe wird offiziell

Plakat für "Les Ouvrières de Paris" von Pierre Decourcelle mit einer zentralen Frau umgeben von Menschen, Bäumen und Vögeln mit Text.

Frau heiratet Straßenbahn: Eine ungewöhnliche Liebe wird offiziell

Eine Frau in Frankreich hat nach Jahren tiefer emotionaler Verbundenheit eine Straßenbahn legal geheiratet. Sandra Ram, die sich als Objectum-Sexual identifiziert, gab dem Wagen mit der Nummer 3013 in Straßburg Anfang dieses Jahres das Jawort. Die Trauung fand mit Genehmigung des Depots statt, in dem das Fahrzeug untergestellt ist.

Bereits als Kind wurde Sandra Ram bewusst, dass sie sich zu Gegenständen hingezogen fühlte. Später diagnostizierten Ärzte bei ihr Objectum-Sexualität – eine Seltenheit, bei der Menschen romantische oder sexuelle Bindungen zu leblosen Objekten eingehen. Jahrelang kämpfte sie damit, ihre Gefühle anderen verständlich zu machen.

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2020 sah sie den Film Jumbo, der eine ähnliche Beziehung zwischen einer Frau und einem Fahrgeschäft thematisiert. Die Geschichte berührte sie zutiefst. Bereits fünf Jahre vor ihrer Begegnung mit Straßenbahn 3013 hatte ihr eine Medium sogar vorhergesagt, sie werde sich in einen unbelebten Gegenstand verlieben.

Ram betont, dass ihre Verbindung zur Straßenbahn echt und erfüllend sei. Trotz Skepsis vieler beschreibt sie ihre Beziehung als natürlich und sinnstiftend. Die Hochzeit 2024 markierte die offizielle Anerkennung ihrer Verbindung.

Die Ehe zwischen Sandra Ram und Straßenbahn 3013 bleibt rechtlich durch die Depotleitung anerkannt. Zwar ist Objectum-Sexualität selten, doch ihre Geschichte zeigt die Vielfalt menschlicher Beziehungen auf. Die Straßenbahn verkehrt weiterhin im regulären Betrieb – nun mit dem Status einer verheirateten Partnerin.

Quelle