Glasfaser-Firma Phoenix Engineering zahlt keine Löhne – Mitarbeiter droht Obdachlosigkeit
Niklas SchmitzGlasfaser-Firma Phoenix Engineering zahlt keine Löhne – Mitarbeiter droht Obdachlosigkeit
Mitarbeiter der Firma Phoenix Engineering werfen ihrem Arbeitgeber vor, Löhne und Mieten nicht gezahlt zu haben. Das Unternehmen, das im Rhein-Lahn-Kreis Glasfaserkabel verlegte, hat inzwischen Insolvenz angemeldet. Die Beschäftigten berichten, sie seien seit Wochen ohne Einkommen und stünden vor der Räumung ihrer Wohnungen.
Die betroffenen Arbeitnehmer waren im Auftrag von Our Green Fiber (OGF) mit dem Ausbau des Glasfasernetzes in der Region beschäftigt. Viele von ihnen haben seit mehreren Wochen keinen Lohn erhalten – die ausstehenden Gehälter belaufen sich auf mehrere tausend Euro. Vermieter in Koblenz-Güls und Vallendar haben bereits Räumungsklagen eingereicht, nachdem das Unternehmen die Mieten für die Unterkünfte der Mitarbeiter nicht mehr beglich.
Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt bereits wegen des Verdachts auf Betrug in der Glasfaserbranche. Phoenix Engineering hat eingeräumt, Zahlungsausfälle gegenüber Subunternehmern und Dienstleistern zu haben – eine Aussage, die OGF bestätigt. Als Grund für den finanziellen Zusammenbruch nannte das Unternehmen steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen.
Da keine Löhne fließen, lehnen einige Mitarbeiter staatliche Sozialhilfe ab. Stattdessen suchen sie rechtliche Unterstützung bei der Linken in Koblenz. Unterdessen hat der Insolvenzverwalter damit begonnen, die ausstehenden Löhne der Beschäftigten über Insolvenzgeld abzusichern.
Das Insolvenzverfahren läuft nun an, wobei Maßnahmen ergriffen werden, um die verlorenen Einkommen der Mitarbeiter zurückzuholen. Vermieter bestehen weiterhin auf die Begleichung der Mietrückstände, sodass die Arbeiter weiterhin Gefahr laufen, ihre Wohnungen zu verlieren. Die Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Betrugs in der Branche dauern an.






