Goldpreis knackt erstmals die 4.000-Dollar-Marke – was treibt den Rekordanstieg an?
Nina LehmannGoldpreis knackt erstmals die 4.000-Dollar-Marke – was treibt den Rekordanstieg an?
Goldpreise haben Rekordhöhen erreicht und erstmals die Marke von 4.000 US-Dollar pro Feinunze durchbrochen. Seit Januar ist der Wert des Edelmetalls um 53 Prozent gestiegen – angetrieben durch wirtschaftliche Unsicherheit und eine wachsende Nachfrage nach sicheren Anlagewerten.
Der starke Anstieg des Goldpreises kommt zu einer Zeit, in der Anleger inmitten globaler Verwerfungen nach Stabilität suchen. Wirtschaftliche Spannungen in den USA, darunter eine Inflationsrate von 2,9 Prozent und ein schwacher Arbeitsmarkt, haben die von der US-Notenbank erwarteten Zinssenkungen verzögert. Immer mehr Investoren betrachten Gold daher als zuverlässigen Wertspeicher in unruhigen Zeiten.
Geopolitische Konflikte haben den Run auf Gold zusätzlich befeuert. Der anhaltende Iran-Krieg, der sich Anfang 2025 weiter zugespitzt hat, hat die Nachfrage nach sicheren Anlagen verstärkt. Auch politische Umbrüche in Frankreich und Japan treiben Anleger in Richtung Gold und festigen seine Rolle als Krisenwährung.
Der Ökonom Martin Lück verweist auf instabile US-Wirtschaftspolitik und breitere geopolitische Risiken als zentrale Treiber der Entwicklung. Zwar könnte ein möglicher Waffenstillstand in Gaza oder der Ukraine den Druck etwas mindern, doch die hohe globale Verschuldung und ein schwächerer US-Dollar dürften die Nachfrage weiter stützen.
Der Preisschub unterstreicht die anhaltende Attraktivität von Gold in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Instabilität. Da die Zinsen voraussichtlich länger auf hohem Niveau bleiben und geopolitische Spannungen ungelöst sind, rechnen Analysten damit, dass die Nachfrage nach dem Edelmetall kurzfristig hoch bleiben wird.






