09 May 2026, 14:07

Großrazzia an Nikolasabend: 111 Kontrollen decken Lohnbetrug und illegale Beschäftigung auf

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Fabrik mit rauchenden Schornsteinen, umgeben von Gebäuden, Grünflächen und einem Zaun, beschriftet mit "New York State Penitentiary" unten.

Großrazzia an Nikolasabend: 111 Kontrollen decken Lohnbetrug und illegale Beschäftigung auf

An Nikolasabend führte das Hauptzollamt Krefeld eine überraschende Kontrollaktion durch, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zu bekämpfen. Bei der groß angelegten Razzia in vier Regionen wurden 111 Personen überprüft – dabei deckten die Behörden Verstöße auf, die von Lohnbetrug bis zu offenen Haftbefehlen reichten. Ziel der Aktion war es, illegale Praktiken in verschiedenen Branchen und Zuständigkeitsbereichen aufzudecken.

Die Kontrollen erstreckten sich auf Krefeld, Mönchengladbach, den Kreis Viersen und den Rhein-Kreis Neuss. Einsatzteams befragten Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen und prüften insbesondere die Einhaltung der Arbeitsgesetze. Dabei gab es in 29 Fällen erste Hinweise auf Unstimmigkeiten, 16 Mal bestand der Verdacht auf vorenthaltenen Lohn, und in sieben Fällen wurden Verstöße gegen den Mindestlohn festgestellt. Fünf Arbeitgeber hatten zudem vorgeschriebene Meldungen nicht abgegeben.

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Während der Überprüfungen nahmen Beamte in einem Café drei Personen wegen des Verdachts auf illegalen Aufenthalt fest. Zwei weitere wurden aufgrund offener Haftbefehle in Gewahrsam genommen. Weitere Verstöße betrafen das Tabaksteuergesetz, das Glücksspielgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz sowie das Betäubungsmittelgesetz, hinzu kamen Verkehrsdelikte. Ein Betrieb wurde zudem ohne die erforderliche Konzession betrieben.

Stefan Frisch, Pressesprecher des Hauptzollamts Krefeld, bestätigte den breiten Ansatz der Aktion. Ziel sei es gewesen, Erkenntnisse über illegale Strukturen zu gewinnen und unerlaubte Beschäftigungspraktiken in der Region zu unterbinden.

Die stichprobenartigen Kontrollen förderten zahlreiche Rechtsverstöße zutage – von Lohnvorenthaltung bis hin zu illegalem Aufenthalt. Die Behörden werden die Ergebnisse nun auswerten, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit zu bekämpfen und die Einhaltung der Arbeitsgesetze durchzusetzen.

Quelle