Henkel und Dow senken gemeinsam CO₂-Emissionen bei Klebstoffen um bis zu 40 Prozent
Nina LehmannHenkel und Dow senken gemeinsam CO₂-Emissionen bei Klebstoffen um bis zu 40 Prozent
Henkel und Dow haben eine Partnerschaft gestartet, um die CO₂-Emissionen in der Klebstoffproduktion zu senken. Beide Unternehmen konzentrieren sich zunächst auf Materialien, die für Henkels europäische Standorte geliefert werden. Ihr Ziel ist es, den CO₂-Fußabdruck von Schmelzklebstoffen um 20 bis 40 Prozent zu reduzieren.
Diese Zusammenarbeit markiert die erste Phase eines umfassenderen Plans zur Dekarbonisierung der Klebstoffherstellung. Beide Firmen werden ihre Fortschritte auf der K 2025, der weltweiten Kunststoffmesse in Düsseldorf, präsentieren.
Henkel hat bereits eigene Erfolge bei der Emissionsreduzierung vorzuweisen. Produkte wie Technomelt Supra COOL sparen bis zu 40 Prozent Energie, da sie bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden können. Ein weiterer Klebstoff, Technomelt Supra 079 Eco Cool, vereint 49 Prozent biobasierte Inhaltsstoffe mit 30 Prozent ISCC-zertifizierten massenbilanzierten Materialien. Für diese Innovationen wurde das Unternehmen in der Kategorie Commercialized E-Commerce der Sustainability Awards als Finalist nominiert.
Die neue Vereinbarung mit Dow baut auf diesen Fortschritten auf. Zwar wurden die konkreten Dow-Technologien noch nicht offenlegt, doch die Partnerschaft steht im Einklang mit Henkels Verpflichtungen im Rahmen der Science Based Targets initiative (SBTi). Dazu gehören die Reduzierung der Scope-3-Emissionen um 30 Prozent bis 2030 und um 90 Prozent bis 2045.
Über Klebstoffe hinaus hat Dow gemeinsam mit Candiani auch Premium-Cremegläser aus recyceltem Speiseöl entwickelt. Das Material SURLYN PC 2000 REN Ionomer unterstreicht Dows Bestrebungen, kreislauforientierte Lösungen voranzutreiben. Auf ihrer gemeinsamen Veranstaltung in Düsseldorf im nächsten Jahr werden die Unternehmen die Skalierung solcher Klimainitiativen diskutieren.
Henkels frühere Zusammenarbeit mit den CLIMA-Harzen von Synthomer zeigt zudem das Engagement des Konzerns für kohlenstoffarme Klebstoffe. Diese Harze sind bereits in die TECHNOMELT-Schmelzklebstoffserie integriert und stärken die Nachhaltigkeitsstrategie der Marke.
Die Henkel-Dow-Partnerschaft wird zunächst in Europa umgesetzt, bevor sie auf Nordamerika ausgeweitet wird. Erste Projekte haben bereits die Emissionsbilanz bestimmter Schmelzklebstoffe verbessert. Durch die Kombination von Dows Materialexpertise mit Henkels bestehenden Innovationen soll die Zusammenarbeit neue Maßstäbe für eine nachhaltige Klebstoffproduktion setzen.






