Henkel warnt vor möglichen Preiserhöhungen für Verbraucher im Jahr 2026
Niklas SchmitzHenkel warnt vor möglichen Preiserhöhungen für Verbraucher im Jahr 2026
Henkel steht vor steigenden Materialkosten, die die Verbraucherpreise im Jahr 2026 in die Höhe treiben könnten. CEO Carsten Knobel sprach in einem Interview mit RTL und ntv am Donnerstag über die Herausforderungen. Er warnte, dass weitere Preiserhöhungen unvermeidbar sein könnten, falls der Kostendruck anhält.
Die Materialausgaben des Konzerns sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen. Dieser Anstieg verursacht zusätzliche Kosten in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro. Um die höheren Ausgaben auszugleichen, hat Henkel die Preise in seinen Industriebereichen bereits angehoben – insbesondere bei Klebstoffen.
Im Konsumentengeschäft gestaltet sich die Anpassung jedoch schwieriger. Knobel räumte ein, dass viele Haushalte finanziell belastet seien, was Preiserhöhungen erschwere. Stattdessen prüft das Unternehmen gezielte Aufschläge bei neuen Produktinnovationen.
Henkel ergreift zudem Maßnahmen, um die Belastung zu verringern. Dazu gehören die Neuverhandlung von Lieferantenverträgen und die Anpassung der Marktpreise, wo dies möglich ist. Dennoch gab Knobel zu, dass eine Vorhersage der weiteren Entwicklung nahezu unmöglich sei, da sich die Rahmenbedingungen wöchentlich änderten.
Obwohl noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, schließt Henkel Preiserhöhungen für Verbraucher im Jahr 2026 nicht aus. Das Unternehmen wird die Kosten und Marktbedingungen weiterhin genau beobachten. Eventuelle Anpassungen würden sich voraussichtlich auf neue Produkte konzentrieren und nicht pauschal erfolgen.






