Internationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskoordination
Niklas SchmitzInternationale Großübung in Gangelt testet grenzüberschreitende Rettungskoordination
Großübung mit internationaler Beteiligung in Gangelt im Kreis Heinsberg
Am Samstag fand in Gangelt im Kreis Heinsberg eine große internationale Notfallübung statt. Rettungskräfte aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden arbeiteten Hand in Hand, um einen simulierten Massenanfall von Verletzten zu bewältigen. Im Mittelpunkt stand die Erprobung der grenzüberschreitenden Koordination bei einem Zwischenfall mit Gefahrgütern und mehreren Fahrzeugen.
Das Szenario sah vor, dass ein Lkw mit giftigen, ätzenden Stoffen auf der Kreisstraße 13 mit einem Reisebus und mehreren Pkw kollidierte. Dutzende Menschen saßen in den Trümmern fest, während Explosionen und auslaufende Chemikalien die Lage zusätzlich verschärften. Die Straße, die zugleich als Umgehungsroute für Gangelt dient, blieb den ganzen Tag gesperrt und wurde erst spätabends wieder freigegeben.
Niederländische Einheiten in spezieller Schutzkleidung übernahmen die Eindämmung des Gefahrgut-Austritts. Gleichzeitig erfassten Drohnen die Lage aus der Luft und lieferten Echtzeit-Bewertungen. Über 30 Behörden und Organisationen aus der Euregio nahmen teil – ihr Fokus lag auf reibungsloser Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher nationaler Gesetze und Notfallsysteme.
Die Übungsleitung wertete die Aktion im Nachgang als Erfolg. Die Teams zeigten effektive Teamarbeit und bewiesen, dass grenzüberschreitende Kooperation selbst unter komplexen Bedingungen funktioniert.
Die Übung bestätigte, dass die Rettungsdienste aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden bei Großschadenslagen gemeinsam handlungsfähig sind. Die Simulation unterstrich zudem die Bedeutung gemeinsamer Ausbildung für den Umgang mit Gefahrgut-Unfällen. Die Kreisstraße 13 war bis Samstagabend wieder für den normalen Verkehr freigegeben.






